Singen Landesprojekt aus Singen
Als Performance servierte Schirin Kretschmann zur Vernissage eine Suppe. Im Städtischen Kunstmuseum eröffnete die Landesausstellung zum 60. Jubiläum Baden-Württembergs. Bild: Rossner
Die Ausstellung und der dazugehörige Katalog wurden im Städtischen Kunstmuseum konzipiert und sind Teil der Feierlichkeiten zum Landesjubiläum. Nach der Singener Eröffnung werden die Werke auf Tour durch das gesamte Land Baden-Württemberg gehen."Es ist uns eine Ehre, dass sich das Land Baden-Württemberg zur Ausrichtung dieser Ausstellung unser Städtisches Kunstmuseum als Partner ausgewählt hat", begrüßte Oberbürgermeister Oliver Ehret Kunst-Staatssekretär Jürgen Walter, Mitarbeiter des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, und die zahlreichen Gäste. Zur Feier seines 60. Geburtstages vergesse Baden-Württemberg die aktuell im Land entstehende Kunst und seine Künstler nicht. Damit verdeutliche die Landesregierung, dass sie auch innovative Positionen und die Zukunft im Blick habe.
Die derzeitige Ausstellung ist nicht die erste Kooperation mit dem Ministerium, Staatssekretär Walter dankte für die gute Zusammenarbeit und die geleistete Arbeit. Er bezog auch die Jury mit ein, die bei der Auswahl frei entscheiden konnte: „Die Ausstellung ist ein Dokument der jungen Kunst in Baden-Württemberg von hoher Qualität.“
„Wir wollen die Kultur zu den Menschen bringen“, setze die Landesregierung ein Zeichen für die Förderung junger Künstler, die in Baden-Württemberg leben. In der Kunst- und Kulturpolitik sei die kulturelle Bildung ein besonderer Schwerpunkt, so Walter. Das Anliegen sei, die Situation für Künstler und Kunstschaffende im Land Schritt für Schritt zu verbessern. Im Gesamthaushalt betrage der Kunstetat momentan ein Prozent, im neuen Haushalt soll er um acht Millionen Euro erhöht werden.
Wie Museumsleiter Christoph Bauer erläuterte, richtete sich die Ausschreibung an Künstler bis zu 40 Jahren, die nach abgeschlossenem Studium freischaffend tätig sind und in Baden-Württemberg leben. In den Arbeiten würden nicht nur die Traditionen, sondern auch die Potentiale des Landes thematisiert. Die 60 Werke von 48 Künstlerinnen und Künstlern wurden vom Land auch angekauft.
„Das Projekt ist auch als Zeichen an die im Land tätigen Künstler zu werten“, so Bauer. Vom einmaligen Zeichen in eine dauerhafte Kunstförderung ließen sich die Ziele nur dann überführen, wenn der Kunstkonzeption des Landes folgend kontinuierlich anregende Strukturen hinzukämen. Der anhaltenden Abwanderung vom Künstlern nach Berlin könne nur dann begegnet werden, wenn zusätzlich materielle Bedingungen, wie zum Beispiel bezahlbare Ateliers oder Zugang zu technischem Equipment hinzukämen, zeigte sich Bauer überzeugt.
