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Singen Klar für den Atomausstieg

27.05.2010


Singen – Der Widerstand ist ungebrochen: Der Verein „Klar“ bleibt seinem Motto, dass sich „kein Leben mit atomaren Risiken“ buchstabiert, treu und setzt seine Informationsveranstaltungen fort. Einerseits gegen die neuen Vorstöße zum Bau neuer Atomkraftwerke in der Schweiz, andererseits gegen die Pläne zur Einrichtung von Atommüll-Endlagern dies und jenseits der deutsch-schweizerischen Grenze.

Und nicht zuletzt für die Alternativen weniger riskanter Energieerzeugung.

Eng geknüpft sind die Kontakte der Aktivisten im Hegau und der Schweiz – das wurde nicht nur zur Hauptversammlung des Vereins im Singener Gasthaus Kreuz deutlich, sondern auch am Pfingstmontag, als von Aarau nach Olten ein „Menschenstrom gegen Atom“ am Schweizer Atomkraftwerk Gösgen vorbeizog.

„Wir gehen fürs Leben gern nach Olten, wenn wir Gösgen hinter uns lassen können“, formuliert Klar-Vorstandsmitglied Thomas Jochim die Energie, die die Aktivisten antreibt. Zu groß sind für die Klar-Mitglieder um das wiedergewählte Vorstandsduo Josef Diepold und Eberhard Röhm die Risiken der strahlenden Energieform.

„Ausgestrahlt…“, heißt denn auch das Motto der Schweizer Klar-Freunde, die die Pfingstmontagskundgebung mitorganisiert haben. „Demonstration an Pfingstmontag hat bei uns eine gewisse Tradition“, bekräftigte Kati Furrer von Klar Schweiz und dankte den Freunden in Deutschland für die grenzüberschreitende Unterstützung, bevor Cecile Lecomte nach Ende der Vereinsversammlung von ihrem Engagement als „Eichhörnchen“ erzählte.

Die ehemalige Lehrerin und französische Klettermeisterin engagiert sich heute gegen Atomstrom und narrt mit ihren Kletteraktionen Polizei und Kernenergie-Wirtschaft. „Inzwischen werde ich schon vorsorglich eingesperrt, wenn Atomtransporte laufen“, berichtet sie. Schon mehrfach hat sie Transporte von Brennstäben und Atommüll stundenlang gestoppt, weil die Polizei Spezialeinheiten herbeiholen musste, um die Kletteraktivistin aus den Baumwipfeln zu holen. Doch sie lässt sich nicht stoppen. „Keiner will diese Technologie haben, dagegen muss man doch Widerstand leisten“, ist auch sie überzeugt, dass Kernenergie längst ausgestrahlt hat – zumindest was die Unterstützung der Bevölkerung anlangt.

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