Mein

Singen Finanzen des Dekanats Hegau: Die Mittel sind knapp bemessen

Rund 100 000 Euro hat das Dekanat Hegau vom Freiburger Erzbistum zugewiesen bekommen. Damit sind die laufenden Kosten gedeckt. Geld für neue Projekte und Ideen bleibt da jedoch nicht

Bei der Kirchensteuer wird erneut mit einem Rekordergebnis gerechnet: Die in Deutschland – trotz hoher Austrittszahlen – seit Jahren kontinuierlich steigenden Einnahmen werden für 2016 auf knapp 700 Millionen Euro geschätzt. Auf den Haushaltsplan des Dekanats Hegau, der sich für 2016 und 2017 auf insgesamt rund 220 000 Euro beläuft, hat das jedoch keinen Einfluss. Laut Dekan Matthias Zimmermann ist der Betrag seit Jahren nahezu gleich. Auch die Ausgaben für die einzelnen Bereiche würden sich meist nur wenig ändern. Bis 31. Januar liegen der verabschiedete Haushaltsplan wie auch der Jahresabschluss 2015 im Dekanatsbüro zur Einsichtnahme aus.

Die jährlichen Zuweisungen in Höhe von rund 100 000 Euro des Erzbistums Freiburg seien knapp bemessen, stellt Dekan Zimmermann fest. "Die Verteilung muss daher sorgfältig abgewogen werden", erklärt er. Laut Haushaltsbeschluss teilen sich die Aufwendungen wie folgt auf: 32 Prozent für Personalaufwand, Reiskosten und Fortbildung, 18 Prozent für Verwaltungs- und Wirtschaftsaufwand, 17 Prozent für Bewirtschaftung der Grundstücke und Gebäude, neun Prozent für die Instandhaltung, Anschaffung und Baumaßnahmen, acht Prozent für Zuschüsse und Zuweisungen sowie 15 Prozent für sonstige Aufwendungen.

Jährlich rund 30 000 Euro fließen in die Jugendarbeit, wie zum Beispiel in Gruppenleiterkurse oder Veranstaltungen. "Die Jugend ist uns viel wert", betont Zimmermann. Mit Geldern aus dem Haushaltsplan würden aber auch freiwillige Beiträge für die Telefon- und Notfallseelsorge – jährlich rund 4500 Euro – geleistet, so der Dekan. Die zur Verfügung stehenden Mittel würden jedoch nicht ausreichen, um innovative Projekte wie die Zukunftswerkstatt, die vor drei Jahren stattfand, finanzieren zu können. Für solche Dinge müsse nach anderen Geldquellen gesucht werden.

Da das Dekanat über keine weiteren Einnahmen verfüge, müsse man mit den Zuweisungen aus Freiburg haushalten, bestätigt Klaus Braun, Leiter der Verrechnungsstelle Singen, die für die Erstellung des Haushaltsplans zuständig ist. Im Haushaltsplan gehe es um keine großen Summen. "Es ist lediglich das, was benötigt wird", erklärt er. Auch die höheren Mietkosten, die seit dem Umzug des Dekanatsbüros vor rund einem Jahr in die Räumlichkeiten im neuen Dekanatszentrum anfallen, würden vom Bistum nicht in Form von höhren Zuwendungen berücksichtigt.

Unabhängig davon sind Dekan Matthias Zimmermann wie auch Klaus Braun von den rundum positiven Auswirkungen des Zentrums überzeugt. Auch die Verrechnungsstelle ist im Gebäude in der Widerholdstraße untergebracht. Das Arbeiten unter einem Dach sei nicht nur für die Zusammenarbeit, sondern auch für das Gemeinschaftsgefühl förderlich, stellen beide fest.

Bezirk und Leitung

Im Dekanat Hegau leben 70 000 katholische Christen. Es ist ein kirchliches Gebiet im Erzbistum Freiburg und umfasst 52 Pfarrgemeinden in den zehn Seelsorgeeinheiten Singen, Aachtal, Gottmadingen, Hohenstoffeln-Hilzingen, Höri, Oberer Hegau, Mittlerer Hegau, Tengen, Immendingen-Möhringen und Egg. Geleitet wird es von Dekan Matthias Zimmermann und seinem Team: Bernhard Knobelspies (stellvertretender Dekan), Gemeindereferentin Susanne Ploberger, Dekanatsreferent Manfred Fischer und der Dekanatsratsvorsitzende Hermann Schwörer. (zöl)

Erleben Sie den Komfort von SÜDKURIER Digital und erhalten Sie dazu das iPad Air 2 ab 19,90 € monatlich.
Frühling bei SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Kommentar
Singen
Singen
Singen
Singen
Singen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren
    Jetzt Newsletter anfordern:
    © SÜDKURIER GmbH 2017