Singen Energie soll drinnen bleiben
Die Leiterin der Umweltstelle Christiane Kaluza-Däschle setzt sich unter anderem dafür ein, dass die Wärme auch im Winter im Raum bleibt. Bild: Bild: Schönmuth
Singen – Zum Wohl der Umwelt aber auch aus Kostengründen hat sich die Stadt Singen ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie möchte Gold gewinnen – beim European Energy Award (eea). Dafür hat sie eigens ein Energieteam aufgestellt, das bereits einen Katalog mit möglichen Verbesserungen zusammengestellt hat. Außerdem verfassten die städtischen Mitarbeiter ein Leitbild für Singen zu Energie und Klimaschutz.
Begonnen hat alles vor etwa einem Jahr mit einer Schwachstellen-Analyse, die von einem externen Energie-Berater durchgeführt wurde, erzählt Christiane Kaluza-Däschle, Leiterin der Umweltstelle. „Der Energieberater unterstützt uns auch jetzt noch.“ Erfasst wurde, was die Stadt bisher getan hat für die Energieeffizienz der Kommune und was sie noch tun muss, um die Auszeichnung zu bekommen. Für alles werden Punkte vergeben, von denen 50 Prozent erreicht werden müssen, um den Award zu gewinnen. Der Maßnahmenkatalog liegt der Stadt jetzt vor und die Leiterin der Umweltstelle ist überrascht, wie gut Singen eigentlich dasteht: „Es war schön nach der Anfangs-Analyse zu sehen, wie viele Punkte wir hatten.“
Für die Goldmedaille sind allerdings 75 Prozent zu erreichen. Bis 2012 müssen dafür die 33 Punkte vom Maßnahmenkatalog umgesetzt werden. „Es ist schon interessant zu sehen, wo die Stadt noch sparen kann“, nennt Christiane Kaluza-Däschle einen Grund des Engagements. Ein anderer ist, die CO-Bilanz zu verbessern. „Die Analyse hat gezeigt, dass unser Potential an erneuerbaren Energien viel größer ist, als es bislang geschätzt wurde. Außerdem hätte die Auszeichnung eine gute Werbewirkung für Singen.“
In dem Katalog steht zum Beispiel ein neues Beleuchtungs- und Möblierungskonzept in den Fußgängerzonen. Hier soll durch effizientere Lampen nicht nur Energie eingespart werden, sagt die Leiterin der Umweltstelle: „Die Stadt soll schöner werden. Wenn mehr Menschen ihr Auto stehen lassen, weil sie sich in der Stadt wohlfühlen, schont das auch die Umwelt.“ Neben neuen Fenstern, Dächern und einer guten Dämmung für die öffentlichen Gebäude, sollen auch Fahrräder einen sicheren Abstellplatz bekommen. Einige Projekte hat die Stadt bereits umgesetzt, wie den persönlichen Wasserverbrauch der Kunden auf allen Abrechnungen zu vermerken. Daneben stehen die durchschnittlichen Verbrauchswerte.
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