Singen Endspurt beim Singener Wertstoffhof

In zwei Wochen startet der Betrieb im Gaisenrain. Bodenprobleme haben die Kosten für den Neubau in die Höhe getrieben. Die neue Sammelstelle wird künftig jeden Tag geöffnet sein.

Alles, was jetzt noch kommt, ist Feinschliff. Der neue Singener Wertstoffhof im Gaisenrain 12 wird am 4. April seine Tore öffnen. Von da an können die Singener ihren Grünschnitt, ihre ausgedienten Elektrogeräte, Kartonagen, Holz, Sperrmüll und alles, was im Haushalt nicht mehr benötigt wird, täglich entsorgen. Der alte Werstoffhof in der Grubwaldstraße wird am Samstag, 1. April, zum letzten Mal geöffnet sein. Danach ziehen die Mitarbeiter der Technischen Dienste um.

Wie der Betrieb auf dem neuen Wertstoffhof organisiert ist, erklären der Leiter der Stadtwerke, Markus Schwarz, und die Projektleiterin Heidi Urbatsch dem SÜDKURIER vor Ort. Wichtig ist ihnen dabei zu erwähnen, dass die Singener Annahmestelle im weiten süddeutschen Raum einmalig ist. Das Besondere daran ist das Rampensystem, das die Entsorger gleich zu den richtigen Containern führt. Lange Warteschlangen – wie am alten Standort auf der Straße – soll es künftig nicht mehr geben. Befinden sich die Bürger mit ihrer Ladung erst einmal auf dem Gelände, so sind sie auch sicher vor der Belagerung der Hobby-Schrottler.

Ebenerdig werden unter einem hohen Dach Container für Elektrogeräte, Kühlschränke, Fernsehgeräte und anderes aufgestellt sein. Wer Grünschnitt, Altmetall, Sperrmüll, Holz, Papier oder Verpackungsmaterial loswerden will, wird über eine Auffahrrampe wieder ein Stockwerk höher zu den entsprechenden Fraktionen geführt. Hier oben befindet sich auch ein Büro- und Aufenthaltsraum für die fünf Beschäftigten und ein Kunden-WC. Von der Plattform aus werden die Abfälle über eine Brüstung abgekippt. Danach geht es weiter zur Ausfahrt. Die Fahrspur entspricht einem halben Oval.

Unter der Abwurfplattform hat das Hausener Ingenieurbüro Baur einen Lagerraum für Mülltonnen, Leuchtstoffröhren, Batterien, Korken, Speisefette und anderes geplant. Auch Altkleider- und Altglascontainer werden auf dem Gelände aufgestellt.

"Zur Sicherheit unserer Mitarbeiter und zum Schutz vor Metalldieben wird das Gelände videoüberwacht", erklärt Heidi Urbatsch. Sie ist stolz auf diesen ausgeklügelten Wertstoff. Man habe sich viele Anregungen in andern Städten geholt und die besten Ideen zusammengetragen. Dank der großen Dächer waren die Umweltauflagen für den Bodenschutz geringer.


Technische Daten

Der neue Wertstoffhof hat 4500 Quadratmeter Fläche und ist mehr als doppelt so groß wie der alte. Mit 2,9 Millionen Euro ist das Projekt rund 400 000 Euro teurer geworden als geplant. Probleme mit dem Untergrund und die Beseitigung von Bombensplittern aus dem Weltkrieg II haben die Kosten gesteigert. Die Betonbauten kosten rund eine Million Euro; die Dächer weitere 300 000 Euro.

Ab dem 4. April wird der Wertstoffhof seine Tore 24 Stunden pro Woche öffnen, und zwar: Dienstag, Freitag und Samstag jeweils von 10 bis 14 Uhr und Mittwoch und Donnerstag von 12 bis 18 Uhr. 

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