Pfarrerin Kuntz-Veit eröffnet Veranstaltungsreihe und blickt zurück auf ihre Zeit in Singen
Aus gutem Grund begann Regine Kuntz-Veit die bundesweiten Veranstaltungen zum 100. Jubiläum der evangelischen Zeitschrift „Lebensspuren, Frau und Mutter“ in Singen. „Ich komme gerne hierher zurück und freue mich darauf, bekannte Menschen wiederzusehen“, erzählt die Theologin und Chefredakteurin. Von 1976 bis 1980 war Regine Kuntz-Veit Theologin und Gemeindepädagogin in der Lutherpfarrei Singen. Ihr Ehemann Gerhard Kuntz war Theologe und Gemeindepädagoge in der Bonhoeffer-Gemeinde.
Von den Gästen im Wichernsaal herzlich empfangen, freute sich auch Elisabeth Schürlein über den Start in Singen. „Die ‚Lebensspuren‘ war eine der ersten Frauenzeitschriften in Deutschland und ich war eine der ersten, die jeden Monat die Zeitschrift in Singen verteilt hat.“
Regine Kuntz-Veit erreichte über zahlreiche Umwege mit viel Durchhaltevermögen ihr Ziel, Theologin zu werden. Nach ihrer Anstellung in Singen wechselte sie 1982 nach Freiburg und dann nach Stuttgart, wo ihr Mann bis heute Bildungsreferent bei der Aktion „Brot für die Welt“ ist. Nach zwölf Jahren Tätigkeit bei der Landessynode wurde sie von der württembergischen Kirche als Theologin übernommen und arbeitet seit 1985 im Schuldienst und der Gemeindearbeit als Theologin und Religionspädagogin.
Seit sie die Redaktion der Zeitschrift „Lebensspuren/Frau und Mutter“ 1992 übernommen hat, ist die gefragte Predigerin auch deutschlandweit unterwegs. „Ich möchte keine heile Welt vermitteln, sondern die Alltagsprobleme benennen, Lebensspuren beschreiben und zeigen, dass mitten im Unheil und Unheilem auch das Heil und das Heilende erfahrbar ist“, erläutert Regine Kuntz-Veit. Neben zahlreichen Veröffentlichungen erschien ihr Buch „Frère Roger – Die Güte des Herzens“ über den Gründer der Glaubensgemeinschaft Taizé. Ihr neues Buch „Lebensspuren durch das Jahr – Inspirationen für Glauben und Leben“ erschien im Januar im Kreuz Verlag.
„Ich freue mich auf das Jubiläumsjahr und alle Begegnungen“, sagt die 59-Jährige. Mit ihrem Mann lebt sie in Lorch, ganz in der Nähe wohnen auch ihre vier Kinder und die vier Enkel.