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Singen BMW Auer baut 4-Millionen-Autohaus

Der Autohändler investiert stark in den Standort Singen und verstärkt auch sein Angebot bei Aluminium-Repaturen.

In der Südstadt entstehen für vier Millionen Euro ein neues Autohaus und zehn zusätzliche Arbeitsplätze. Das gab gestern Karl-Heinz Auer als Chef der gleichnamigen BMW-Gruppe beim Spatenstich am Pfaffenhäule bekannt. Die Auer-Gruppe hat ihren Stammsitz in Stockach. In Singen ist das Unternehmen derzeit in Räumen an der Georg-Fischer-Straße beheimatet. „Wir brauchen deutlich mehr Platz für die Fahrzeuge und die Parkplätze. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, neu zu bauen. Der Standort am Pfaffenhäule kommt uns dabei sehr gelegen. Das ist immer noch sehr zentral und verkehrstechnisch ideal, aber deutlich günstiger als direkt an der Georg-Fischer-Straße“, erklärte Karl-Heinz Auer im Gespräch mit unserer Redaktion. Eine Top-Lage sei für den Gebrauchtwagenverkauf heute gar nicht mehr wirklich wichtig, sagt der erfahrene Verkäufer. „70 Prozent unserer gebrauchten Wagen setzen wir über das Internet ab. Das läuft bundesweit und die Lage des Verkaufsortes ist nur noch eine Nebensache“, weiß Karl-Heinz Auer.“

Im Beisein von zahlreichen Gemeinderatsmitgliedern, Geschäftspartnern und Kunden sowie Vertretern von Singens Wirtschaft gab es den ersten Spatenstich. Wobei dieser nur symbolisch war, denn angesichts der unerwartet milden Witterung haben die Bauarbeiter längst die Bodenplatte für das 50 Meter lange Gebäude gegossen. Das erklärte Klaus Niederberger vom Planungsbüro in Singen, der die Bauleitung innehat. „Wir rechnen mit der Fertigstellung im Sommer dieses Jahres“, sagte er vor rund 50 Gästen. 1200 Kubikmeter Beton werden benötigt und 65 Tonnen Stahl. Eine große Glasfassade ist zur Straße hin vorgesehen. Beheizt wird der Neubau mit Holzpellets. Auch eine Waschanlage ist vorgesehen, die sogar die Unterböden der Wagen reinigen können soll.

Auer investiert vier Millionen in den Standort Singen. Das Autohaus wuchs die vergangenen Jahre kräftig. Insgesamt baute die Gruppe an ihren verschiedenen Standorten für 27 Millionen Euro neu oder bestehende Objekte um, erläuterte Firmenchef Karl-Heinz Auer.

Fast 200 Mitarbeiter beschäftigt die Gruppe an ihren Standorten. In Singen sind es derzeit noch 16 Mitarbeiter. Im Neubau werden es dann 26 sein, zehn mehr. „Diese Kräfte brauchen wir für die ausgeweitete Werkstatt. In dieser wollen wir verstärkt Aluminium-Reparaturen bewerkstelligen“, sagt Auer. Alu sei (siehe Kasten) absolut im Trend.

Oberbürgermeister Bernd Häusler freute sich über das klare Bekenntnis zum Autostandort Singen. Die Stadt sei eine Auto-City. Teile auch künftiger BMW, die an dieser Ecke zur Freibühlstraße hin verkauft würden, stammten aus Singener Produktion. Häusler, Auer und weitere Prominenz griffen dann symbolisch zum Spaten.

 

Auto-Trend heißt Alu

BMW Auer setzt bei seinem Neubau in Singens Südstadt ganz auf den Automobil-Werkstoff Aluminium. Fahrzeuge verschiedener Marken aus der BMW-Gruppe, die verstärkt aus Alu gefertigt werden, sollen in Singen repariert werden. Die neue Werkstatt soll speziell auch daraufhin ausgerichtet werden. Alu sei deutlich der neue Trend im Automobilbau, erklärt Firmenchef Karl-Heinz Auer. Gleiches hatte jüngst auch die Alufirma Constellium bekannt gegeben, die in Singen und Gottmadingen Autoteile aus Aluminium fertigt und eine verstärkte Nachfrage nach diesen Teilen erkennt. (jöb)

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