Die Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige soll im Jahr 2010 beginnen. Laut der Vorsitzenden des Sozialausschusses im Landtag, Brigitte Lösch, werde die Abgabe Mitte des Jahres starten. Der genaue Termin hänge noch von Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses und des Bewertungsausschusses der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ab. Diese müssten sich noch zur Finanzierung der Behandlung äußern.
Im Sommer hatten der Bundestag und der Bundesrat einen entsprechenden Rechstanspruch für Schwerstabhängige auf diese Form der Drogentherapie geschaffen. Zuvor hatte sich die CDU in Baden-Württemberg lange gegen diese Form der Therapie gesträubt.
Die "Arbeitsgruppe Substitution" sprach eine Empfehlung für die Regionen Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Heilbronn, Stuttgart, Ulm Tübingen/Reutlingen, Ravensburg und Singen als Therapie-Standorte aus.
Im Südwesten gebe es, laut Sozialministerium, 200 bis 300 Drogenabhängige, die für die die Therapie mit dem Heroin-Ersatzstoff Diamorphin in Frage kommen. Als Kriterien hierfür gelten ein Mindestalter von 23 Jahren und eine Abhängigkeit über fünf Jahre. Zudem müssten zwei Therapieversuche mit dem Heroinersatzstoff Methadon erfolglos gewesen sein.
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