Worblinger Narrenzunft Schaflinger wirft einen Blick in eine durchwachsene Zukunft
– Die Schaflinger Narren haben die Zukunft bereits konkret vor Augen: Das Rosenegg soll heller erstrahlen als der beleuchtete Hohentwiel, die Worblinger Hardberghalle wird zur Lounge der neuen Rielasinger Talwiesenhallen degradiert und der umstrittene Campingplatz könnte – wegen der Stille im Aachtal – als Ein-Zelt-Campingplatz gebaut werden.
Keine Frage – die Mitglieder der Worblinger Narrenzunft sprühen nur so vor Ideen und präsentierten sich beim Narrenspiegel in der vollbesetzten Hardberghalle voller Witz und in bester Spiellaune. Nicht nur die Rattlinger Narren aus Rielasingen bekamen ihr Fett ab, auch die üblichen Sticheleien gegen die Bohlinger gehörten dazu. Bürgermeister Ralf Baumert musste ebenfalls einige Seitenhiebe einstecken.
Bei einem Zunftmeister wie Thomas Bertsche ist das auch kein Wunder. Er ist ein Narr durch und durch. Mit dem Schultes lieferte er sich einen humorvollen Schlagabtausch. Und wenn der Zunftchef zusammen mit Heidrun Ullrich und Luis Bertsche die Ansagen für das rund vierstündige Programm macht und dabei Einblicke in ein Worblinger Familienleben gewährt, bleibt – bei so viel komödiantischem Talent – kein Auge trocken.
Sehr gut aufgelegt zeigten sich auch Christian Kalyciok, Volkmar Brielmann, Johannes Kern, Dieter Gräble und Norbert Rückert, die unter Leitung von Reinhard Zedler mit schwungvollen Liedern, gespickt mit intelligentem Witz, begeisterten.
Gruselig wurde es, als der Fanfarenzug unter Leitung von Sami Gamhdrid den „Tanz der Vampire“ aufführte. Beim Gesang glänzten hier Daniela Steiner und Axel Politz, der auch „I dä Bluesbar“ sein musikalisches Talent an der Gitarre unter Beweis stellte.
Klasse, wie die Mitglieder des „Motorradclubs Mittlerried“ unter Leitung von Gabi Grünvogel mit Rollern in die Halle einfuhren. Begeisternde Tanzeinlagen in aufwendigen Kostümen boten die „Ros‘ Angels“ unter Leitung von Rosangela Wittmer, genauso wie die Garde unter Leitung von Tina und Anja Baumert. Für musikalische Stimmung sorgte der Musikverein Worblingen unter Leitung von Thorsten Müller.