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Rielasingen-Worblingen Der Rielasinger Weggefährte von Sami Khedira

27.06.2012
Rielasingen-Worblingen -  Der Rielasinger Patrick Leschinski drückt beim EM-Spiel Deutschland gegen Italien Sami Khedira besonders die Daumen. Die Beiden haben sechs Jahre lang in der Jugend des VfB Stuttgart gekickt und wurden sogar Deutscher Meister. Sie sind heute noch Kumpels und haben regelmäßigen Kontakt.

Urlaubstreff: (von links) Oliver Hennemann, Sami Khedira und Patrick Leschinski.  Bild: Privat

Damals wurden die Fußballer mit dem VfB Stuttgart deutscher A-Jugend-Meister der Saison 2004/05. Erkennen Sie noch andere heutige Fuß ballstars? Trainer Thomas Tuchel, heute Mainz 05, steht als Zweiter von rechts. Der Blonde in der Mitte ist Andreas Beck, rechts daneben Serdar Tasci und vor Leschinski sitzt Mainz-Profi Adam Szalai.  Bild: Privat

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„Wir hatten immer viel Spaß miteinander. Das ist heute nicht anders, wenn wir uns treffen.“ So beschreibt der Rielasinger Patrick Leschinski sein Verhältnis zum deutschen EM-Star Sami Khedira. Kumpel bleibt eben Kumpel. Da können auch die etlichen Jahre nichts ändern, die vergangen sind, seit Leschinski und Khedira 2005 zusammen Deutscher A-Jugend-Meister mit dem VfB Stuttgart wurden. Mit dabei in dieser Zeit ein gewisser Mario Gomez und andere heutige Bundesligastars.

Sechs Jahre lang hat Leschinski mit Khedira zusammen gekickt. „Wir waren die beiden Sechser vor der Abwehr“, erinnert sich Leschinski. Heute ist nicht er, sondern Bastian Schweinsteiger bei der deutschen Nationalmannschaft Khediras Partner im defensiven Mittelfeld. Dass der, sowieso nach dem glänzenden Spiel gegen Griechenland, vor der Partie gegen Italien zu den Topspielern der EM gehört und beim schillernden Weltclub Real Madrid spielt, Leschinski dagegen in die fußballerische Provinz nach Rielasingen gezogen ist, tut der Freundschaft keinen Abbruch.

„Da kommt kein Neid auf. Ich freue mich, wenn es bei ihm gut läuft“, so Leschinski. Auch die Entwicklung seiner anderen früheren Weggefährten, wie Gomez, Tasci, Gentner oder Beck, verfolge er mit Interesse. „Ich habe einen anderen Weg eingeschlagen und mich dafür entschieden, in meine Heimat zurückzukehren und hier fußballerisch etwas aufzubauen“, verrät Leschinski. Nachdem eine langwierige Sportverletzung ihn zurückwarf und er beim Drittligisten VfR Ahlen und den Regionalliga-Vertretern SSV Ulm und Spielvereinigung Weiden gekickt hatte, ist er nun Sportdirektor und Spieler des mächtig aufwärts strebenden Landesligisten FC Rielasingen-Arlen und will eine Fußballschule aufbauen. Der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann wohnt derzeit zusammen mit Freundin Clara in Radolfzell.

Aber zurück zu Sami Khedira. „Als er noch beim VFB Stuttgart spielte, haben wir uns öfters getroffen und über alte Zeiten geplaudert“, berichtete Leschinski. Dazu gehört auch der gemeinsame Auftritt mit der Kölner Kult-Stimmungsband „Die Höhner“ beim Canstatter Wasen als „besonders lustige Nummer“. Die moderne Telekommunikation macht es möglich. „Wir kontaktieren uns per Mail oder Facebook. Auch während der EM“ .

Im vergangenen Jahr habe es ein besonders herzliches, zufälliges Treffen auf einer spanischen Insel gegeben, wohin er mit dem Rielasinger Trainer und Kollegen Oliver Hennmann gereist sei, „Hey Padi, was machst du denn hier?“. So habe Sami ihn überrascht und erfreut gefragt. „Mir gefällt besonders, dass er bodenständig geblieben ist“, sagt Patrick Leschinski. In den Kopf gestiegen seien auch seinen anderen früheren Mitspielern der sportliche Erfolg und das damit verbundene große Geld nicht, wenn dies auch in der Außenwirkung über die großen Medien manchmal anders erscheine.

„Wählend es bei vielen Jugendspielern bei den Leistungen große Wellenbewegungen gibt, war dies bei Sami Khedira selten der Fall. Der ist von Anfang an konstant seinen erfolgreichen Weg mit viel Willen weitergegangen“, so Leschinski. Er sei nur etwas unsicher gewesen, ob Khedira sich auch bei Real Madrid durchsetzen könne. „Es gibt genügend Beispiele dafür. Entweder du schaffst es gleich richtig, wie Khedira. Oder du findest dich auf der Bank wieder, wie der Ex-Dortmunder Sahin.“ Auch aufgrund des Durchsetzungsvermögens seines Kumpels kann sich Leschinski darüber freuen, ein original unterschriebenes Trikot von Khediras Real-Mitspieler Christiano Ronaldo sein eigen nennen zu dürfen. „Der ist auch nicht so arrogant, wie es alle Welt durch seine Auftritte sieht. Sami hat mir berichtet, dass Christiano Ronaldo ein toller, sehr hilfsbereiter Mensch ist.“

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