Freiburg Das Spiel seines Lebens: So hat Moritz Strauß vom 1. FC Rielasingen-Arlen das Spiel gegen den BVB erlebt

Produziert von Daniel Schottmüller, Anna Stommel und Sascha Meißner


Samstag, 12. August, 8.00 Uhr: Es ist soweit. Moritz Strauß hat das Spiel seines Lebens vor sich. Er ist Linksverteidiger des Verbandsligisten 1. FC Rielasingen-Arlen und wird am Mittag gegen die Champions-League-Stars von Borussia Dortmund spielen. Der 21-Jährige hat gut geschlafen und fühlt sich fit. Jetzt noch schnell die Tasche packen. T-Shirts, Schuhe - und ein spezieller Pokal-Glücksbringer: Ein Bärchen im roten Dress des 1.FC, das ihm seine Mutter Susanne geschenkt hat.
   
13.00 Uhr: Die Hegauer treffen am Spielort, dem Stadion des SC Freiburg, ein und richten sich in der Kabine ein.
 
 
13.05 Uhr: Betreuer Helmut Brauns hat alles vorbereitet: Moritz' Trikot mit der Rückennummer 19 hängt an seinem Platz.
Bild: Moritz Strauß
13.10 Uhr: Im Freiburger Profistadion herrschen andere Standards als in der Verbandsliga: Bei einem ersten Rundgang durch die Katakomben entdeckt Moritz eine Aufwärmhalle.
Bild: Moritz Strauß
Auch ein Entmüdungsbecken steht bereit. 
Bild: Moritz Strauß
13.30 Uhr: Von der Kabine aus sind es nur wenige Meter zum Spielfeld. Bisher kennt Moritz das Schwarzwald-Stadion nur als Fan. Zweimal hat er sich hier in den vergangenen Jahren Bundesliga-Spiele des SC Freiburg angeschaut. Vom Rasen aus wirken die leeren Ränge etwas gespenstisch.
 
 
14.50 Uhr: Während sich die Spieler umziehen, treffen die ersten Zuschauer ein. Moritz hat heute seinen eigenen Fanclub im Rücken. Stolz recken Opa Eckhard (links) und Jan (rechts), ein Freund von Moritz‘ Bruder, ihr selbstgemachtes Banner in die Höhe. 
Bild: Andre Strauß
14.55 Uhr: Nachdem sich die Rielasinger in der Aufwärmhalle in Schwung gebracht haben, geht das Warm-Up auf dem Rasen weiter.
Bild: Peter Pisa
15.10 Uhr: Vorfreude herrscht nicht nur auf dem Rasen. Auch Moritz‘ Freundin Alissa und ihre Eltern fiebern dem Anpfiff entgegen. 
Bild: Alissa Templin
15.15 Uhr: „Für die ist es eine Pflichtaufgabe, für uns ist es das Spiel unseres Lebens“. Trainer und Ex-Profi Jürgen Rittenauer heizt seiner Startelf ein letztes Mal ein. Die Spannung ist zum Greifen. Der abschließende Schlachtruf der Rielasinger: „Who’s got it better than us? NOBODY!“
 
 
15.20 Uhr: Vom Spielertunnel aus hört Moritz, wie Rielasingens Stadionsprecher Klaus Oklmann seinen Namen vorliest. Die Bilder der Spieler werden auf der großen Videoleinwand gezeigt, auch das von Moritz mit der Nummer 19. 
 
  
15.27 Uhr: Ein Gruß an die Haupttribüne: Moritz winkt seiner Familie zu, ehe das große Spiel beginnt. 
Bild: Peter Pisa
15.50 Uhr: Auf seiner Position auf der linken Seite bekommt es Moritz am häufigsten mit den rechten Außenspielern des BVB zu tun, einer davon ist der polnische Rechtsverteidiger Lukas Piszczek.
Bild: Peter Pisa
16.00 Uhr: Im Duell mit einem der besten Stürmer der Welt: Die Zweikämpfe mit Pierre-Emerick Aubameyang werden Moritz in Erinnerung bleiben. Einmal hat er das Gefühl, dass ihn der Gabuner an der Seitenlinie gefoult hat. Schiedsrichter Christian Dietz sieht das aber anders. Trotz dieser Aktion ist Moritz beeindruckt davon, wie respektvoll die Dortmunder mit ihren Gegenspielern umgehen - auch wenn Aubameyangs Bodycheck ungeahndet bleibt. 
Bild: Peter Pisa
17.15 Uhr: Abpfiff. Mit 0:4 unterliegt der Außenseiter dem großen Favoriten. Moritz ist trotzdem zufrieden. „Wir haben es tatsächlich geschafft, uns eigene Chancen herauszuspielen“, sagt der 21-Jährige. Damit habe er vorher nicht gerechnet. Auch seine eigene Leistung bewertet Moritz positiv. Direkt nach dem Abpfiff bittet er seinen Gegenspieler Lukas Piszczek um dessen Trikot. Der polnische Nationalspieler stimmt gerne zu und Moritz kann sich seine Erinnerung an das größte Spiel seiner Karriere über die Schulter legen. 
Bild: Andre Strauß
20.00 Uhr: Nach einem gemeinsamen Abendessen im VIP-Bereich des Stadions macht sich Moritz auf den Heimweg. Dieses Mal fährt der junge Hegauer im Auto seiner Eltern mit. Der spannendste Tag seiner Fußballkarriere neigt sich allmählich dem Ende entgegen. „Morgen wird entspannt“, freut sich der 21-Jährige. „Und am Montag haben wir dann schon das nächste Training.“
 
Videos: Andre Strauß (3), Moritz Strauß (2), Peter Dreide (1)

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