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13.06.2012  |  von  |  0 Kommentare

Rielasingen-Worblingen Baumert will den Stecker ziehen

Rielasingen-Worblingen -  Rielasingen-Worblingen plant Strom-Rebellion, damit die Elektrizität künftig aus Deutschland kommt: Konzessionsvergabe ist der Hebel für die Umstellung

Die Konzessionsvergabe will Bürgermeister Ralf Baumert in Rielasingen-Worblingen nutzen, um Anschluss ans deutsche Stromnetz zu finden.

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Redakteur Singen

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Die Klagen nehmen kein Ende: Entlang der Schweizer Grenze ärgern sich Stromkunden in Deutschland, dass alte Verträge sie vom liberalisierten Strommarkt ausgrenzen. „Jetzt haben wir für Jahrzehnte die letzte Möglichkeit, daran etwas zu ändern“, erklärt Ralf Baumert, der Bürgermeister von Rielasingen-Worblingen. Heute Abend will er mit dem Gemeinderat die Modalitäten der 2014 anstehenden Konzessionsvergabe festlegen. Wichtigster Punkt: Eine Konzession soll nur erhalten, wer eine freie Lieferantenwahl garantiert – und er ist sich sicher, dass es Bewerber geben wird. „Es steht der eine oder andere Kandidat vor der Türe“, weiß Baumert.

Einer davon könnte erstaunlicherweise in der Schweiz sitzen. „Wir wären an einer Bewerbung interessiert, erklärt Juliane Huber, Pressesprecherin des Vorlieferanten EKS aus Schaffhausen gegenüber dem SÜDKURIER. Der Vorteil, der mitentscheidende Schweizer Verhandlungspartner säße auf der richtigen Seite am Verhandlungstisch. „Wir müssten gemeinsam Lösungen suchen“, so Huber. Technische Möglichkeiten gäbe es sicherlich.

Derzeit betreibt die Singener Thüga das Netz in Rielasingen-Worblingen, muss den Strom aber in der Schweiz beziehen. Anbieterwechsel sind so für die Kunden nur begrenzt möglich. „Was wir brauchen, ist ein diskriminierungsfreier Netzzugang“, erklärt Baumert. Dazu wäre die Gemeinde auch bereit, selber in die Betreibergesellschaft mit einzusteigen. „Das ist eine Variante, die diskutiert werden sollte“, sagt der Bürgermeister, der auch deutlich macht, dass die Gemeinde auch juristische Schritte nicht ausschließt, um zum Ziel zu kommen. Dies hätten andere Gemeinden erfolgreich vorgemacht.

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