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Konstanz Gotteshaus ist Großbaustelle

30.07.2010
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Reichenau – Heilig sieht es hier nicht unbedingt aus. Die Wandpaneele ist herausgerissen, die Böden entfernt.

Die Heiliggeistkirche auf der Insel Reichenau ist zur Großbaustelle geworden, und sie wird es noch auf Monate hinaus sein. Zu Weihnachten, hofft Holger Müller, der neue evangelische Seelsorger auf der Insel, steht das Gotteshaus wieder zur Verfügung. Rund 300 000 Euro werden dann investiert und eine neue Krippengruppe eingerichtet sein.

Viel Arbeit haben die evangelischen Christen mit eigenen Händen geleistet. Sie haben auf- und ausgeräumt und eine Menge Aufgaben übernommen, die auch Laien stemmen können. „150 Arbeitsstunden sind es bisher mindestens“, sagt Pfarrer Müller, der von Konstanz-Wollmatingen eben auf die Reichenau gewechselt ist. Das kann die kleine Gemeinde auf der grundlegend katholisch geprägten Klosterinsel gegenüber der Landeskirche als Eigenanteil verrechnen. Denn 40 Prozent der Baukosten muss die Ortsgemeinde beisteuern, weitere 40 Prozent kommen aus Karlsruhe, 20 Prozent über Sonderkredite.

Die Kirchensanierung selbst kostet 210 000 Euro, der Einbau einer zweiten Krippengruppe nochmals 110 000 Euro. Dafür gibt es öffentliche Zuschüsse, denn der Bedarf ist groß: 34 Kinder stehen schon auf der Warteliste. Aufgenommen werden etwa zwölf von ihnen. Obwohl die Krippe rechnerisch nur zehn Plätze hat, wird mit Drei-, Vier- und Fünftagesangeboten so jongliert, dass möglichst viele Familien in den Genuss des Betreuungsangebots kommen. Und weil der Bedarf so dringend ist, geht es schon nach den Sommerferien los, mit einer Notgruppe von sechs Kindern. Dafür opfert die Gemeinde sogar vorübergehend ihren Jugendraum.


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Reichenau
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