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Reichenau FSV Reichenau-Waldsiedlung feiert 25-jähriges Bestehen

28.08.2009
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Sein erstes Jubiläum kann der FSV Reichenau-Waldsiedlung feiern. Vor 25 Jahren gründeten gut 20 Fußballbegeisterte ihren eigenen Verein. Auch wenn es keine großen sportlichen Erfolge gab und man zeitweise keine erste Mannschaft hatte, kann man stolz zurückblicken. Dank einer guten Jugendarbeit ging es in den jüngsten Jahren bergauf.

Reichenau – Genau genommen gibt es den Festlands-Fußballclub schon seit 30 Jahren. Nachdem es zuvor Grümpelturniere gegeben hatte, wollten die Jugendlichen im Ortsteil endlich „richtig Fußball spielen“, so Penkert, der von Anfang an dabei war. Der Wunsch nach einem eigenen Verein war groß. Doch die Probleme waren größer. Vor allem gab es keinen Fußballplatz. Deshalb begannen die Festländer als dritte Mannschaft des Sportvereins der Insel in der untersten Spielklasse. „Das war mehr so eine Hobbymannschaft“, erklärt der damalige Mitbegründer und heutige Jugendleiter Thomas Sirock. Doch, so merkt der anfangs erste Vorsitzende Günther Degler an: „Wir waren praktisch selbstständig, ein Verein im Verein.“ Erst als das Zentrum für Psychiatrie (ZPR) nach einigen Jahren sich bereit erklärt hatte, seinen Sportplatz zur Verfügung zu stellen, konnte der FSV geboren werden – auch dank großer Mithilfe des damaligen SVR-Fußballabteilungsleiters Wolfgang Schneider.

Der schlichte ZPR-Platz ist seither die Heimstätte des FSV – mit Kabinen und Toiletten in 200 Meter Entfernung. Wegen des benachbarten Gewässers hat man das Spielfeld zur „Ententeich-Arena“ ernannt: Wenn der Ball ins Seitenaus fliegt, müssen schon mal Reservespieler mit dem Boot los. Das sei „bundesweit einmalig“, meint Martin Kininger, ebenfalls Mitbegründer und von 1991 bis 2001 Vorsitzender. Ein eigener Platz auf dem Festland war schon vor 30 Jahren im Gespräch, wurde von der Gemeinde aber abgelehnt; aktuell unternimmt man einen erneuten Anlauf, so Penkert.

Den größten sportlichen Erfolg feierte der FSV Anfang der 90er Jahre. Nachdem die dritte Mannschaft des SV Litzelstetten zu den Reichenauern gewechselt war, gab es nicht nur plötzlich zwei Teams. In der Saison 1993/94 wurde zudem der Aufstieg in die Kreisliga B gefeiert. Doch dann ging es bergab. Wegen Spielermangels hatte man ab 1997 keine erste Mannschaft mehr. Penkert und Sirock begannen deshalb, eine Jugendabteilung aufzubauen – mit Erfolg: Einige Titel wurden schon eingefahren. Und nachdem eine Generation dem FSV von der F-Jugend an treu geblieben war, konnte man 2006 auch wieder eine erste Mannschaft stellen, die prompt den Aufstieg in die Kreisliga B schaffte. Mittlerweile gibt es zudem eine Kooperation mit dem SVR im Jugendbereich. Und der Verein hat sich durch die Einführung einer Volleyball- und Gymnastikgruppe weiter stabilisiert.

Zu den Höhepunkten zählte auch der Austausch mit befreundeten Vereinen in Schleswig-Holstein, der Pfalz und Oberfranken. Und: „Wir haben schon auf dem Bökelberg gespielt“, erklärt Kininiger stolz. Im legendären Stadion von Borussia Mönchengladbach kickten in den 90ern die Alten Herren des FSV gegen einen Stadtteilclub.

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