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Reichenau Es geht weiter aufwärts

02.02.2010


Die Sparkasse Reichenau konnte im vergangenen Jahr erneut gute Zuwächse erzielen. Das Kreditgeschäft und die Kundeneinlagen erhöhten sich überdurchschnittlich, erklärten die Direktoren Johann Roth und Günter Weber. „2009 war für die Banken und die Gesamtwirtschaft ein schwieriges Jahr, aber für die Sparkasse Reichenau ein wirklich gutes“, so Roth. Die Bilanzsumme stieg auf 775 Millionen Euro.

Reichenau – Auch die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den seit Jahren andauernden Aufwärtstrend bei der Reichenauer Bezirkssparkasse nicht gebremst – im Gegenteil. Die Direktoren Johann Roth und Günter Weber können für 2009 erneut von erfreulichen Zuwächsen in den Kernbereichen berichten. So seien die Kundeneinlagen um über 31 Millionen Euro und damit um rund zehn Prozent gestiegen, erklärte Roth. Das sei das Dreifache an Wachstum, das alle Sparkassen in Baden-Württemberg im Schnitt erzielen konnten. „Hier zeigt sich das Vertrauen der Anleger“, so die Direktoren. Zudem wurden rund 900 neue Girokonten – privat und geschäftlich – eröffnet, was auf eine ordentliche Steigerung der Kundenzahl schließen lässt.

Einen überdurchschnittlichen Zuwachs – deutlich höher als in den Vorjahren – gab es auch im Kreditgeschäft: Rund 107 Millionen Euro wurden an Darlehen zugesagt und 95 davon auch bereits ausgezahlt. „Das Wort Kreditklemme gibt es bei der Sparkasse Reichenau nicht“, betonte Roth. Ein wesentlicher Teil der Kredite sei für Wohnungsbau beziehungsweise -kauf gewesen, aber auch zur Unterstützung von Unternehmen verschiedener Größe. „Von der Finanzkrise sind wir total verschont geblieben, weil wir keine riskanten Anlagen machen“, meinte Roth. Lediglich zur Stabilisierung der Landesbank habe man – wie alle Sparkassen in Baden-Württemberg – einen Beitrag leisten müssen, doch dieser sei „verkraftbar“ gewesen. Die Bilanzsumme des Reichenauer Geldhauses erhöhte sich insgesamt auf 775 Millionen, das Geschäftsvolumen auf 835 Millionen Euro.

Gestiegen ist auch die Zahl der Beschäftigten von 116 auf 123, wobei man 2009 allein sechs Auszubildende anstellte, fünf weitere sollen dieses Jahr folgen. Damit will die Sparkasse nicht zuletzt dem künftigen Personalbedarf Rechnung tragen, zumal man auch 2010 von einem weiteren Wachstum ausgehe.

Den anhaltenden Erfolg führen die Direktoren im Wesentlichen auf eine gute und faire Beratung der Kunden sowie das Geschäftsmodell zurück, das ebenso zuverlässig wie einfach sei. Man setze auf sichere Produkte, Vertrauen und Verlässlichkeit. Förderlich für die Kundengewinnung beziehungsweise -bindung ist sicher auch das großzügige finanzielle Engagement des Hauses. So steuerte die Sparkasse 50 000 Euro für die Gründung von Stiftungen gemeinsam mit den Gemeinden Reichenau und Allensbach bei. Weitere rund 50 000 Euro spendete sie an Vereine und gemeinnützige Organisationen im Geschäftsgebiet. Auch 2010 wolle man Vereine in den beiden Gemeinden unterstützen, erklärte Roth. Außerdem will man sich verstärkt in der Beratung von Jugendlichen engagieren. Schon jetzt biete man Bewerbungstraining an, so Weber. Als nächstes könne man Kurse für junge Kunden bieten, wie man richtig mit dem Geld umgeht, damit man nicht in eine Schuldenfalle gerät.

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