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Reichenau Brückenbau an der Kindlebildkreuzung: Drei Nächte Vollsperrung stehen an

Die Kindlebildkreuzung wir ab dem 1. Februar für drei Nächte teilweise gesperrt. Grund ist der Aufbau eines Stahlgerüsts für die Brücke über der B33-Fahrbahn. Die Zufahrt zur Insel Reichenau bleibt möglich, der restliche Verkehr wird über die Westtangente umgeleitet.

Der künftige Kindlebildknoten nimmt immer mehr Form an. Die Brücke, über die in Zukunft der Verkehr von Reichenau-Lindenbühl zur Insel Reichenau und umgekehrt laufen wird, steht derzeit im Mittelpunkt der Bauarbeiten. In vier Abschnitten entstehen seit Dienstag auf den Brückenpfeilern die waagerechten Stahlfundamente der späteren Fahrbahn.

Die Arbeiten begannen am Dienstag mit dem Abschnitt rechts von der Fahrspur Richtung Konstanz, am Freitag schwebten in den anderen Abteilen, unter denen momentan kein Verkehr läuft, die Längsträger aus Stahl mit einem Baukran an ihren Platz. In den drei Nächten von Montag, 1. Februar, bis Donnerstag ist schließlich der Teil über der jetzigen B33 an der Reihe. Dafür muss das Stück der Kreuzung rund um die Betonpfeiler nachts zwischen 21.30 und 5.30 Uhr voll gesperrt werden. Für den Verkehr von und nach Konstanz gibt es in dieser Zeit eine Umleitung über die Westtangente. Die Zufahrt zur Insel Reichenau bleibt möglich.

Der Bau dieses Stahlgerüstes für die Brücke hat einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen bisherigen Bauarbeiten für den neuen Kindlebildknoten: „Diese Arbeiten sindrelativ witterungsunabhängig“, sagt Kirsten Martin, die beim Regierungspräsidium Freiburg die Projektleiterin für den Brückenbau an der Kindlebildkreuzung ist. „Stahl gefriert nicht“, erklärt sie. Die Vollsperrungen finden deshalb auf jeden Fall statt, unabhängig vom Wetter.

Im Vorfeld hat sich die Neubauleitung mit dem Landratsamt, der Gemeinde Reichenau, der Straßenverkehrsbehörde und der Stadt Konstanz wegen der nötigen Vollsperrung abgesprochen. Die Polizei ist ebenfalls informiert und rechnet mit keinen größeren Schwierigkeiten. Da die Sperrungen nachts seien, „dürften sich die Verkehrsbeeinträchtigungen in Grenzen halten“, erklärt Bernd Schmidt, Pressesprecher im Polizeipräsidium Konstanz. Der Reichenauer Bürgermeister Wolfgang Zoll sieht der kommenden Woche ebenfalls gelassen entgegen. „Diese Sperrungen sind notwendig, und ich erwarte keine größeren Probleme, da die Insel ja immer erreichbar ist“, sagt er. Die Gemeinde sei frühzeitig darüber informiert worden. Insgesamt fasst er zur Verkehrssituation rund um die Kindlebildkreuzung zusammen: „Die Einschränkungen für den Verkehr halten sich nach Startschwierigkeiten im vergangenen Jahr in Grenzen.“ Das sei auch auf die gute Zusammenarbeit mit der Neubauleitung zurückzuführen, die sich immer sensibel für die Wünsche der Gemeinde im Hinblick auf die Verkehrssituation gezeigt habe.

Der komplette Aufbau des waagerechten Stahlgerüstes inklusive der Verschalung der Stahlstreben soll laut Kirsten Martin bis Freitag, 5. Februar, abgeschlossen sein. Der Belag folge im Anschluss, die Auffahrtsrampen werden im Sommer gebaut. Die gesamte Brücke soll Ende August fertig sein. „Alles liegt im Zeitplan“, sagt die Projektplanerin. Am Ende wird die fertige Brücke aus Autofahrer-Perspektive ähnlich wie die Grünbrücke aussehen – alles aus Beton. Die blauen Traggerüste verschwinden wieder.

 

Umleitung und Ablauf der Montage

 

Umleitung: Der Verkehr von und nach Konstanz wird in den Nächten vom 1. bis 4. Februar über die Westtangente umgeleitet. Die Zufahrt zur Insel Reichenau und von Konstanz aus zum Lindenbühl bleibt immer frei. Um die Absperrungen und Ausschilderungen der Umleitung kümmert sich die Straßenmeisterei Radolfzell, die kreisweit zuständig ist.

 

Brückenbau: Das Stahlgerüst auf den Brückenpfeilern, das an der Kindlebildkreuzung die spätere Fahrbahn von der Insel Reichenau nach Lindenbühl trägt, besteht aus vier Abschnitten zwischen den Betonpfeilern. Unter den beiden mittleren Abschnitten laufen später zwei Fahrspuren in jede Richtung. Dort bilden jeweils 16 Stahlträger, die zwölf Meter lang sind, waagerecht die Basis für die Brücke. Auf den beiden äußeren Abschnitten sind die Bauteile zehn Meter lang. Ein Träger wiegt je nach Länge zwischen 600 und 800 Kilogramm. Während der Montage stehen neben den Betonträgern blaue Hilfsstützen. In der ersten von drei Nächten bringt ein Baukran die 16 Träger an ihren Platz über der derzeitigen Fahrbahn. In den folgenden Nächten ist die Verschalung der Längsstreben geplant.

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