Mein

Reichenau 800 Unterschriften für B 33-Radweg

27.10.2012
Reichenau -  Reichenauer wollen Weg ohne Asphaltdecke. Doch auch der kostet Geld und erfordert einen naturschutzrechtlichen Ausgleich.

Weg an der B33 Foto: Oliver Hanser

Service
Artikel drucken  Artikel drucken
  Artikel versenden

  Newsletter
  RSS-Feed
Autor
Thomas Zoch


Pfeil Autor kontaktieren


Über 800 Unterschriften für den Erhalt des Radwegs südlich der B 33 zwischen Konstanz/Riedstraße und der Kindlebildkreuzung haben einige engagierte Reichenauer in wenigen Wochen gesammelt. Es gehe ihnen um einen asphaltfreien und nur für einheimische Pendler und Schüler offenen Weg, erklärt Michael Huber von der Bürgerinitiative (BI). Diese hofft, mit so vielen Unterstützern nun etwas bewegen zu können. „Das ist eine stattliche Zahl“, meint Bürgermeister Wolfgang Zoll. Er wolle zusammen mit Vertretern der BI noch einmal auf die für den B 33-Ausbau zuständige Neubauleitung Singen zugehen. Dort hatte Zoll schon einmal angefragt in dieser Sache und zur Antwort bekommen, dass dies einen Betrag im unteren sechsstelligen Bereich kosten würde, den die Gemeinde übernehmen müsste, und dass ein naturschutzrechtlicher Ausgleich dafür nötig wäre.

Und das ist offenbar nach wie vor der aktuelle Stand, auch wenn die BI meint, ein nicht-asphaltierter Weg wäre „naturverträglich“ und brauche keine teuren Ausgleichsflächen. Eberhard Klein, der Leiter des Nabu-Naturschutzzentrums Wollmatinger Ried, betont, er sei natürlich auch für Radverkehr. Doch das Problem sei, dass der Radweg ab der Kindlebildkreuzung neu trassiert werden müsste, weil dort, wo der Weg bisher war, die Einfädelspur auf die B 33 hinkomme. Der Radweg würde dann durch „wertvolle Riedflächen“ führen. „Das ist ein massiver Eingriff“, so Klein, ob asphaltiert oder nicht mache wenig Unterschied. Hierfür bräuchte es einen fachlich angemessenen Ausgleich. Und es müsse klar sein, wer die Kosten übernimmt.

Der Leiter der Neubauleitung, Dieter Bollinger, erklärt: „Ich sehe zum derzeitigen Zeitpunkt keine Chance, dass wir den Weg finanzieren.“ Er könne nicht einfach Geld ausgeben aus seinem Haushalt. Dies müsste von der Abteilung Straßen und Verkehr beim Regierungspräsidium bewilligt werden. Bollinger verweist auf die Vereinbarung, die mit der Stadt Konstanz, dem Nabu und der Gemeinde Reichenau 2009 getroffen worden sei. Demnach sollte der Radweg an der Bahn ausgebaut werden, was mittlerweile geschehen ist, und als Ausgleich der an der B 33, der in der Planfeststellung 2007 enthalten war, entfallen. Damals hatte der Reichenauer Gemeinderat allerdings bereits gefordert, dass der alte Weg für Ortskundige offen bleiben sollte. Bollinger betont, dass auch die Stadt Konstanz dem Erhalt des Wegs zustimmen müsste. Die Reichenauer Gemarkung reiche nur bis zur Grünbrücke.

Radwegebau dann aber bitte nach ERA2010 & VwV-StVO2009
Der Radweg ist doch angelegt worden,
aber halt längs der Bahn. mehr ...
Nicht alle Nutzer sind Unterzeichner, nicht alle haben gleiche Ansprüche an einen Radwanderweg
Mit diesem Ansinnen in Verhandlungen einzusteigen ist nicht wirklich glaubwürdig.
1. mehr ...
4 spurige Autobahn ja Radweg nein
Ich hoffe nur dass es wenige Menschen gibt welche diese Unverhältnismäßigkeit gut heisen und ... mehr ...
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln