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Radolfzell Zu Gast ist zu wenig

13.01.2012


Die Kommune ist bereit, das Land hingegen immer noch im Verzug. Die für eine Inklusion notwendige Änderung des Schulgesetzes wurde noch nicht gemacht.

Und was sagt dazu die Schulrätin Cornelia Briel-Niermann? Sie fühlt sich als Gast, nicht aber als tatkräftige Mitstreiterin. Wie muss das bei der Radolfzeller Initiative „Gemeinsam Leben – gemeinsam lernen“ ankommen? Seit vier Jahren engagiert sich die Initiative, mit im Boot sind unter anderem der Konstanzer Verein Eltern für Integration, die Diakonie, die Caritas, der Querklecks in Radolfzell und allen voran Bürgermeisterin Monika Laule – sie alle ziehen am gleichen Strang.

Sehr geehrtes Schulamt, worauf warten Sie? Eltern, Vereine und Stadtverwaltung haben viele Stunden und Herzblut in die Sache gesteckt. Nun sind Sie an der Reihe, dieses Engagement zu würdigen und die inklusive Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung umzusetzen. Für kommendes Schuljahr sollen in Radolfzell sechs Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in eine Regelschule eingeschult werden. Ob das der Fall sein wird, ist nicht beantwortet durch: „Davon gehe ich aus“, wie Schulrätin Cornelia Briehl-Niermann sich ausdrückte. Spätestens vor Gericht werden unklare Aussagen nicht mehr akzeptiert.

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