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Radolfzell Zwei Einbrüche in Radolfzeller Schulen

Die Täter hatten es auf Bargeld abgesehen, fanden nichts und zerstörten viel: Gerhard-Thielcke-Realschule und in Teggingerschule ist eingebrochen worden. Sie verursachten rund 8000 Euro Sachschaden.

Der oder die Täter kamen in der Nacht vom 9. auf 10. Dezember, um reichlich Unordnung und Spuren roher Gewalt zu hinterlassen. Ort der Handlung: Die Gerhard-Thielcke-Realschule. Schulleiterin Gabriele Wiedemann ist noch Tage später über das Ausmaß der Verwüstung erbost. Nachdem die Einbrecher eine Fluchttür an einer schwer einzusehenden Stelle des Gebäudes aufgehebelt hatten, bewegten sie sich zielgerichtet in den Verwaltungstrakt, wo sich das Sekretariat, Lehrerzimmer und das Büro Weidemanns befindet. Dort leisteten sie in ihrem Sinne ganze Arbeit. Die verschlossene Tür des Büros traten sie wahrscheinlich mit roher Gewalt ein, um dann den Inhalt der Möbel im Zimmer zu verteilen.

Nach Ansicht der Polizei hatten sie es dabei auf Bargeld abgesehen. Mehr als zwei Euro aus der persönlichen Kaffeekasse der Schulleiterin haben sie dabei nicht gefunden. „In der Schule werden die kein Geld finden“, erklärt Gabriele Wiedemann. Das bestätigt auch Rainer Labuske vom Gebäudemanagement der Stadt Radolfzell. „Da ist generell eigentlich nicht viel zu holen. Die Leute denken immer, dass da wer weiß was liegt“, sagt er. Der Sachschaden ist wie so oft in solchen Fällen, weitaus höher als die Beute. An der Realschule beziffert das Gebäudemanagement diesen auf rund 5000 Euro.

Weitere 3000 Euro Schaden richteten Einbrecher wenige Tage später, in der Zeit vom 12. bis 14. Dezember, in der Teggingerschule an, wo sie nach dem gleichen Prinzip vorgingen. Verhindern können hätte man die Einbrüche praktisch nicht. „Wenn jemand unbedingt irgendwo rein will, dann kann man dagegen nur wenig machen“, sagt dazu Dirk Hoffmann, Leiter des Radolfzeller Polizeireviers. Die Schulen haben sich in beiden Fällen vollkommen richtig verhalten. „Wir haben nicht festgestellt, dass etwas falsch gemacht wurde“, erklärt Hoffmann weiter. Gleichwohl macht man sich beim Gebäudemanagement Gedanken darüber, wie man in Zukunft solche Einbrüche verhindern kann. „Wir werden etwas machen, was wir hier aber nicht verraten wollen“, kündigt Rainer Labuske an. Generell verzeichnet man bei der Stadt Radolfzell „über das Jahr rund drei bis vier Einbrüche“, wie Reiner Gabele vom Gebäudemanagement sagt. „In praktisch allen Fällen übersteigt der Gebäudeschaden bei weitem die Beute der Täter“, sagt er.

 

Polizei warnt

An der Radolfzeller Realschule ist es schon einige Jahre her, dass es zu einem Einbruch gekommen ist. Die Weihnachtszeit scheint jedoch die bevorzugte Jahreszeit dafür zu sein. Damals stiegen die Einbrecher laut Gabriele Wiedemann in den Ferien zwischen Weihnachten und dem Schulbeginn im Januar ein. Die Polizei ihrerseits verfolgt das Geschehen sehr aufmerksam. Immer dann, wenn ein Muster zu erkennen ist, warnt sie die potentiellen Opfer.

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