Zumal in einer Stadt, die sich in Ermangelung von Alternativen dem Tourismus verschrieben hat. Das Hotel nun an die Sauna anzuschließen und die Bebauung an der Nord-Süd-Achse zu verlängern, ist ein guter Kompromiss, der das Hotelprojekt in seinem Attraktionswert nicht schmälert. Einen quer stehenden Riegel mit bestem Seeblick für die gut situierte Kundschaft hätte das Gebiet „In den Herzen“ nur schlecht vertragen. Ganz abgesehen davon, dass Gäste im Bademantel direkt vom Zimmer in die Sauna laufen wollen. Und saunierende Gäste werden einen Großteil des Kundenpotenzials ausmachen – eine Chance für die Nebensaison. Die Bedenken, das Hotel sei in seinen Ausmaßen zu groß, sind berechtigt. Aber sowohl Stadt als auch Investor müssen sich entscheiden und zusammenfinden: Radolfzell braucht laut Hotelstudie ein Angebot im gehobenen Segment. Ein Hotel braucht wiederum diese Zimmerzahlen, um wirtschaftlich zu sein. Und ein bisschen Hotel funktioniert eben nicht.

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