In der letzten Augustwoche installierten bislang unbekannte Täter an mindestens vier Geldausgabeautomaten in Radolfzell Vorsätze zum ausspionieren von Kartendaten und PINs. Aufgrund eingehender Anzeigen und Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass die Vorsätze mehrmals angebracht worden sind so die Geldkarten von mehreren hundert Kunden ausgespäht werden konnten.
Um welche Bankautomaten es sich konkret handelt, teilte die Polizei auf Nachfrage des SÜDKURIER nicht mit. Bislang wurden keine weiteren Automaten gemeldet. Die Polizei verweist darauf, Kontobewegungen zu beobachten, da Abhebungen teilweise erst Tage nach dem Auslesen der Daten erfolgen. Betroffene sollen sich bei ihrer Bank melden. In diesem Fall bekommen die Geschädigten ihr Geld von der Bank zurück, da diese die Sicherheit an den Automaten gewährleisten müssen.
Bisher sind 40 Fälle bekannt, in denen unberechtigterweise Verfügungen von Konten getätigt wurden. Vermutlich wurden mit den durch Skimming ausspionierten Daten Kartendubletten angefertigt, mit denen nach bisherigen Erkenntnissen im Ausland, meist in Mexiko, Verfügungen getätigt wurden. Der bislang bekannte Schaden beläuft sich auf 45.000 Euro, mit dem Bekanntwerden stark steigender Fälle ist zu rechnen. Die Polizei stellt Verhaltenshinweise auf der Homepage www.polizei-beratung.de/skimming bereit.
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