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Radolfzell User üben heftige Kritik an Nabu-Projekt

Das Nabu-Projekt in Radolfzell, bei dem drei Rinder verhungert sind, sorgt auf suedkurier.de für heftige Diskussionen. Hier kommen unsere User zu Wort.

Diese zwei Heckrinder stehen inzwischen nicht mehr im Schanderied, sondern dürfen im Stall Heu fressen.
Diese zwei Heckrinder stehen inzwischen nicht mehr im Schanderied, sondern dürfen im Stall Heu fressen. | Bild: Glocker

Radolfzell/Singen/Stockach – Nachdem der Leiter des Veterinäramts Karl Gretsch angesichts der drei toten Rinder von einem „Managementfehler“ sprach, bezog jetzt auch der Nabu Stellung. Die Rinder seien am Abend vor ihrem Tod noch „quietschfidel“ gewesen – und niemand habe erkennen können, dass sie kurz vor dem Verhungern waren, heißt es in einer Pressemitteilung des Nabus.

Das sehen die User auf suedkurier.de jedoch anders. „Was kommt als nächstes - Selbstmord der Rinder? Plötzlicher Rindstod?“, fragt User Doodle. „Die Verantwortlichen sollten schnellstens ihre Sachen packen und sich in Grund und Boden schämen. In meinen Augen eine Charakterlosigkeit, die Konsequenzen haben muss.“ Ähnlich sieht das auch Almahar: „Wahrscheinlich wird demnächst vom Nabu behauptet, die Rinder sind selber schuld, haben halt nicht genug gegessen, befanden sich im Hungerstreik, haben die Nahrung verweigert.“

User Flex berichtet von einem ähnlichen Fall in Leer: „Der Prozess gegen zwei Angeklagte aus den Reihen des Nabu wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz beginnt am 22. April vor dem Amtsgericht in Leer. Ihnen wird laut Anklage vorgeworfen, Heckrindern nicht genügend oder schlechtes Futter gegeben zu haben. Im Winter 2007/2008 sind daraufhin mehr als ein Dutzend Heckrinder auf Flächen des Nabu verhungert. Unterversorgte Muttertiere und Kälber waren ebenso an der Tagesordnung, wie Fehlgeburten aufgrund von Nahrungsmangel. Anscheinend ist der Nabu derartig lernresistent, dass er die Tiere die (wieder) gemachten Fehler immer wieder ausbaden lässt.“

Immer wieder beziehen sich die User auch auf den Tod eines weiteren Rinds, das bereits zu Beginn des Projekts im Schanderied in einem Tümpel ertrunken ist. So schreibt User Gwagner: „Ich frage mich schon seit langem, warum man hier Tiere, die auf Wald- und Steppengebiete ausgelegt sind, auf Sumpfflächen einsetzt. Gleich am Anfang des Projektes ist ein Bulle jämmerlich in einem Teich ersoffen. Und die Verdauung der Heckrinder ist überhaupt nicht auf (saure) Sumpfgräser ausgelegt.“

Auch wird generell über den Natur- und Tierschutz und die Rolle des Nabus diskutiert. User Bodenseehecht meint: „Beim Nabu sind hauptsächlich romantische Weltverbesserer am Werk, die keinen blassen Schimmer von den Prozessen der Natur haben. Meist sind es Städter, die (berechtigterweise) die fortschreitende Umweltzerstörung anprangern. Dabei übersehen sie jedoch die wirklichen Ursachen, behindern dabei aber die echten Naturschützer, wie Landwirte, Angler, Jäger und Berufsfischer, weil sie behaupten, dass die Nabu-Meinung (Städter-Theorien) die einzige Wahrheit ist und allen anderen (wirklich kompetenten Gruppen) jegliche Kompetenz absprechen. Siehe Kormorandiskussion!“.

Und auch Nutzer Stinkefisch kritisiert den Nabu heftig: „Pfui Teufel Nabu! Ständig andere Interessengruppen an den Pranger stellen und dann so was. Hoffe, irgendjemand, der die Fakten kennt, zeigt die Verantwortlichen beim Nabu wegen Tierquälerei an.“ Userin Chiara mahnt: „Alle, die hier schimpfen und jammern, wie wäre es, wenn Sie alle selbst mithelfen würden, dass solche Dinge nicht geschehen können, sondern alle, die Sie hier jammern, in Einklang mit der Natur leben würden?“

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