Positives Echo auf Preisvergabe und die Ausstellung beim Bundes-Kunstpreis für Behinderte in der Villa Bosch.
Radolfzell – In Radolfzell wurde am 6. Mai der Bundes-Kunstpreis für Menschen mit Behinderung vergeben – eine festliche, aber vor allem heitere und unbeschwerte Feier ohne Berührungsängste. „Wir haben viele schöne Dankschreiben erhalten“, so Kulturamtsleiterin Astrid Deterling. Insgesamt waren 170 Künstler mit ihren Familien, Betreuern und weiteren Mitgliedern ihrer Kunstwerkstätten an den Bodensee gekommen. Ein Schreiben hat Deterling und ihr Team besonders gerührt. Für die blinde Preisträgerin aus Berlin hatten sie die Urkunde in Blindenschrift verfassen lassen. Damit hatte die Künstlerin Silja Korn nicht gerechnet und war tief beglückt.
Auch die Ausstellung aller 252 Werke, die für den Behinderten-Kunstpreis eingereicht wurden, in der Villa Bosch fand ein positives Echo. „Prima, dass dieses Mal alle Werke in diesem schönen Ambiente gezeigt werden!“ war die einhellige Meinung nach Auskunft des Kulturamts. „Dies wollen wir auch künftig so handhaben“, verspricht Astrid Deterling nach diesem erfolgreichen ersten Versuch. Das Gästebuch der städtischen Galerie wurde um etliche Einträge begeisterter Besucher reicher. „Wir haben auch viele der Kunstwerke verkauft, was für die behinderten Teilnehmer eine zusätzliche Bestätigung ihrer künstlerischen Ausdruckskraft ist“, erklärt Astrid Deterling.
Villa Wolf