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Radolfzell Stadtchronik als Lesebuch über die Radolfzeller Vergangenheit

Wir machen Geschichte: Im Jubiläumsjahr gibt die Abteilung Stadtgeschichte eine Chronik über Radolfzell heraus.

Eine Chronik als Lektüre? Geschichtliche Fakten dürften für manchen eher eine schwere Kost sein. Doch mit eben diesem Ziel, die Geschichte der Stadt Radolfzell umfassend, reich bebildert und zugleich als ansprechende Lektüre darzustellen, gibt die Abteilung Stadtgeschichte im Jubiläumsjahr eine neue Chronik heraus.

Vor exakt 50 Jahren, zum 700. Jubiläum Radolfzells, hat der damalige Kreisarchivar Franz Götz eine Geschichte der Stadt Radolfzell verfasst. Bis heute ist das 315-seitige Werk, abgesehen von einigen Bildbänden, das einzige umfassende Nachschlagewerk zur Stadtgeschichte. Götz war damals gezwungen, es unter Zeitdruck fertigzustellen. „Es gab keinen Jubiläumsmanager wie heute“, erzählt Katharina Maier, Leiterin der Abteilung Stadtgeschichte, lachend. So ist die Chronik von 1967 hauptsächlich eine Datensammlung, die durch Text- und Bilddokumente ergänzt wird. Für Heimatforscher und Historiker sei das Werk dennoch eine reiche Quellensammlung gewesen, erläutert die Historikerin Hildegard Bibby.

Die Geschichte der Stadt soll nun in einem neuen Konzept dargestellt werden. Verschiedene Aspekte des Radolfzeller Lebens werden thematisch geordnet in einer Schriftenreihe aufgearbeitet. Unlängst ist der zweite Band dieser Reihe, der sich dem Radolfzeller Brauchtum widmet, erschienen. Ergänzend hierzu soll die Chronik einen Überblick von der Archäologie bis in die heutige Zeit bieten. Jedoch wolle man einen breiteren Leserkreis ansprechen, nicht mehr nur vorwiegend Fachpublikum. Ein richtiges Lesebuch soll entstehen. Vor allem auf die Bebilderung wurde viel Wert gelegt.

Und hier erwarten auch Radolfzell-Kenner einige neue Ansichten der Stadt. Ein neuer Bilderfundus stammt teils aus privaten Haushalten, teils aus staatlichen Sammlungen wie dem Vorarlbergischen Landesmuseum. Verschiedene Autoren, jeweils Spezialisten auf ihrem Gebiet, haben die Textbeiträge verfasst. In den vergangenen eineinhalb Jahren wurden sie von Katharina Maier und Hildegard Bibby bei Recherche und Redaktion unterstützt. Die Historikerinnen haben die Texte Korrektur gelesen. Bis zum Jahresende 2016 wurde an der Gestaltung des Buches und der Verfassung des Anhangs gearbeitet, der Listen, Verzeichnisse und Register enthält. In diesem Monat soll die Chronik im Verlag Stadler in Konstanz in Druck gehen. Der 19. März ist als Erscheinungsdatum geplant.

Vorträge im Museum

Bevor die Chronik am 19. März herausgegeben wird, sind verschiedene Vorträge als „Appetithäppchen“ im Stadtmuseum geplant. Am Donnerstag, 26. Januar, wird um 19 Uhr der Historiker Gregor Öhlrich über das Thema „Die Erhebung Radolfzells zur Stadt“ sprechen. Am 8. Februar um 19 Uhr steht der Vortrag des Dendrochronologen Oliver Nelle „Das Holzerbe der Stadt Radolfzell und ihre Erhebung“ auf dem Programm. Um Anmeldung an der Museumskasse wird gebeten, Telefon: (0 77 32) 81 530.

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