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Radolfzell Sonderausstellung: Eigenes Spielzeug im Museum

02.11.2009
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Schätze gesucht: Bei der Sonderausstellung „Geliebte Spielzeuge“ im Stadtmuseum kann jeder sein eigenes Spielzeug abgeben und so zum Aussteller werden.

Radolfzell – Da gibt es vielfach gedrückte Teddys, Puppen, Puppenbetten und -küchen, Blechautos und Traktoren, Lurchi-Figuren, ein Steckenpferd und vieles mehr. Und das schöne daran: Zu den Spielsachen gibt es viele schöne, rührende und lustige Geschichten und Fotos, die unweigerlich zu eigenen Erinnerungen aus der Kinderzeit leiten. Schon jetzt ist sicher, dass bei der Sonderausstellung auch einige Leihgaben bekannter Persönlichkeiten dabei sein werden. Noch sind weitere Spielsachen willkommen, von den Omas und Opas genauso wie von den Eltern und ihren Kindern – sofern sich diese bis zum 11. April von ihren Lieblingen trennen können.

„Wenn wir noch ein Kinderfoto des Leihgebers und eine kleine Geschichte zum Spielzeug bekommen, wird das Ganze noch runder und führt zu einer gelungenen „Weißt du noch…“-Ausstellung“, so Museumsleiter Achim Fenner. Das Museumsteam möchte die Besucher an den Zauber des Spielens erinnern und sie miteinander ins Gespräch bringen.

Da ist zum Beispiel ein kleiner strickender Bär, der 1957 einem fünfjährigen Mädchen zu seinem langen Aufenthalt in die Kinderklinik mitgegeben wurde. Damit das Heimweh nicht zu stark wurde, sagte man dem Mädchen, dass es ganz fest auf den Bär aufpassen solle. Oder der Affe, bei dem ein Ohr als Schnullerersatz herhalten musste. Ganz anders die Freude an der Technik eines Blechautos, aus dessen Motorklappe sogar weißer Rauch nach oben stieg. „Schon beim Aufnehmen aller Daten der Leihgeber und dem Fotografieren der Schätze geraten wir immer wieder ins Schwärmen und sind sicher, unseren Besuchern geht es ebenso“, freut sich der Museumschef.

Gerade die Tatsache, dass es sich um keine Sammlerobjekte aus Vitrinen, sondern um Spielsachen, die geliebt, genutzt und trotz vielleicht mancher Umzüge immer noch aufgehoben wurden, mache die Ausstellung so lebendig. Über Leihgaben jüngerer Bewohner von Radolfzell und dem Landkreis wird auch der Bogen zur ungebrochenen Freude am Spielen in unserer Zeit gespannt. Ganz bewusst will man auch Kinder und Jugendliche einladen, in ihren Schubladen zu stöbern.

Auch das Rahmenprogramm ist für die ganze Familie gedacht. So kommt beispielsweise zweimal der „Puppendoktor“ ins Stadtmuseum, der sich kleinerer Behandlungen direkt vor Ort annimmt. Auch der beliebte Dampfmaschinentag darf nicht fehlen. Im Frühjahr soll es auch Spiele im Freien geben.

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