Warum? Nach dem Kletterunfall vor zehn Tagen hatte die Polizei nichts an den Sicherheitsvorkehrungen im Kletterwerk zu beanstanden. Und wenn man mit erfahrenen Kletterern spricht, sind sie fast unisono einer Meinung: Ein Kletterer sei in hohem Maße selbst für seine Sicherheit verantwortlich. Der DAV könnte also relativ gelassen mit der Situation umgehen – er müsste es sogar. Denn Ziel bleibt immer die Sicherheit. Das erreicht man durch höheres Bewusstsein der Sportler. Statt aber mit dem Unfall und der Diskussion, die er zwangsläufig auslöst, offen umzugehen, will der Verein und sein Vorsitzender Ottokar Groten Schweigen verordnen. So aber geht's nicht: Berichterstattung kann man nicht bestellen wie einen PR-Text und sie ist auch nicht in Inhalt und Zeitpunkt steuerbar. Durch seine Verweigerungshaltung zeigt der Verein Nervosität. Transparenz in der schwierigen Situation wäre wesentlich klüger.
