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Radolfzell Rote Hände sind immerhin in Berlin angekommen

Schüler, Lehrer und minderjährige Flüchtlinge protestieren mit roten Handabdrücken gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Am liebsten hätten die Initiatoren diese roten Hände Kanzlerin Angela Merkel direkt übergeben. Nun muss es ein Umweg tun.

Hände können aus verschiedenen Gründen rot werden. Einer davon ist, dass man sich gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten einsetzt. Dann waren wahrscheinlich Brigitte Geiger und die Radolfzeller Ortsgruppe von Terre des hommes – Hilfe für Kinder in Not im Spiel. Gemeinsam mit der Schülermitverantwortung (SMV) am Friedrich-Hecker-Gymnasium (FHG) und dem Pestalozzi Kinder- und Jugenddorf im Stockacher Ortsteil Wahlwies haben sie am 12. Februar, dem internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten, rote Hände gesammelt – mehr als 150 Stück, wie es aus diesem Anlass in einer Pressemitteilung heißt. Mit einem roten Handabdruck protestierten Schüler und Lehrer des FHG gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die vom Kinderdorf betreut werden, haben außerdem in kleinen Texten über ihre Erfahrungen geschrieben. Immer wieder dabei: der Wunsch nach Frieden und die Forderung, Waffenhandel zu stoppen.

Dieses Material wollte Geiger am liebsten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Besuch in Radolfzell direkt übergeben. Schon im Vorfeld wurde klar, dass dafür keine Zeit bleiben würde und stattdessen Merkels persönlicher Referent Sören Kablitz-Kühn diese roten Hände entgegennehmen würde. Doch auch der eilte im Kanzlerinnentross im Milchwerk offenbar an Geiger vorbei. „Das war schon sehr enttäuschend, ich hatte schon vor Wochen die erste Anfrage gestellt“, sagt sie. Zumal die Jugendlichen mit Begeisterung bei der Sache gewesen seien.

Nun sind die roten Hände immerhin doch noch zumindest etwas näher an die Kanzlerin herangerückt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Konstanz, Andreas Jung, hat sie nach Berlin mitgenommen und an Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) weitergegeben. Für Brigitte Geiger zwar nicht optimal, aber immerhin etwas. Denn: „Die roten Hände sollen schon an die Politiker gehen.“

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