Die Ermittlungen im Fall des in Radolfzell brutal zusammengeschlagenen Mannes haben eine entscheidende Wendung genommen. Wie Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion berichten, hat der 15-Jährige, zunächst dringend tatverdächtige Jugendliche sein Geständnis widerrufen. Im Zuge der Untersuchungen richtet sich jetzt ein dringender Tatverdacht gegen einen in Radolfzell wohnhaften 19-Jährigen. Ein Haftbefehl wurde bereits erlassen.
Der 19-Jährige gehört zu der Gruppe, die mit dem 40-jährigen Opfer in Streit geraten war. Die Beteiligten sprachen sich vor ihrer Festnahme wohl dahingehend ab, dass der 15-Jährige als Jüngster der Gruppe die Tat auf sich nehmen soll, um den strafrechtlich erheblich vorbelasteten mutmaßlichen Täter zu schützen. Dieser wurde im Juni dieses Jahres vom Jugendschöffengericht in Konstanz nach einer Raubstraftat zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Das Urteil besitzt noch keine Rechtskraft, da der 19-Jährige Berufung einlegte. Der 15-Jährige befindet sich mittlerweile auf freiem Fuß. Die Attacke mit einem Cityroller auf einen 40-jährigen Mann hatte in Radolfzell für große Betroffenheit gesorgt. Der Mann wurde schwer verletzt und liegt im Koma.
Im Juli 2012 wurde ein 40-Jähriger mit einem Cityroller schwer verletzt und liegt seitdem im Koma. Der mutmaßliche Täter, ein zur Tatzeit 19-jähriger Radolfzeller, muss sich vor Gericht wegen schwerer Körperverletzung verantworten.

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