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Radolfzell Rätselraten geht weiter: Böhringer See wird auch dieses Jahr auf Blaualgen untersucht

Im Sommer 2016 ließ es sich trotz Blaualgenbelastung im Böhringer See gut baden. Auch 2017 bleibt der See unter Beobachtung.

Obwohl 2015 und 2016 die Zahl der Blaulagen im Böhringer See deutlich abgenommen hat und bedenkenlos gebadet werden konnte, wird der See auch 2017 intensiv überwacht und die Zirkulationsanlage weiterhin betrieben. Das Rätselraten um die Herkunft der Blaualgen geht weiter. Ob der Rückgang 2015 und 2016 mit der Zirkulationsanlage zusammenhängt oder die Blaualge von anderen Algenarten unterdrückt wurde, beziehungsweise welche Kombination zufälliger Faktoren für das erhöhte Aufkommen 2014 und den Vorjahren Auslöser waren, beschäftigt nach wie vor die Experten.

Wie Wolfgang Keller, Leiter der städtischen Abteilung Landschaft und Gewässer, dem Böhringer Ortschaftrat berichtete, wurden 2015 und 2016 während der Badesaison 14-tägig chemische und biologische Proben des Seewassers gezogen. "Die Werte sind insgesamt ganz ok", fasste er zusammen. 2015 lagen die Phosphorwerte deutlich unter den Maximalbelastungswerten 2014. Im letzten Jahr setzte sich der rückläufige Trend fort, was auf verminderte externe Einträge und weniger frei gesetztes Phosphor aus dem Sediment zurückgeführt werde. Die Sichttiefe über einen Meter, ein sehr niedriger Gehalt an Stickstoff und die deutlich verbesserte Sauerstoffversorgung des Tiefenwassers seien weitere positive Aspekte.

Sicherheitsmaßnahme

Kontroverse Diskussionen zu Untersuchungsmethoden und Maßnahmen habe es beim Expertentreffen mit dem Büro Boos für Gewässerkunde, dem ehrenamtliche Umwelt- und Klimaschutzbeauftragten Rainer Bretthauer und Professor Daniel Dietrich von der Universität Konstanz gegeben. Man sei übereingekommen, den Untersuchungsumfang zu erweitern. Seit Juli 2016 würden neben der bisherigen Mischprobe über verschiedene Wasserschichten auch einzelne Proben aus den verschiedenen Wassertiefen des Böhringer Sees entnommen, um Aufschluss über die Artenzusammensetzung der Algen zu bekommen.

"Durch die weitere Überwachung des Sees wird sichergestellt, dass wir schnell auf Änderungen der Wasserqualität reagieren können und weitere Daten zu den Vorgängen im See erhalten", unterstreicht Wolfgang Keller.

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