Am Samstagnachmittag war es endlich soweit: Die neue Toilettenanlage im Liggeringer Rathaus wurde offiziell in Betrieb genommen. Damit steht für Veranstaltungen im nur wenige Meter entfernten Torkel eine zeitgemäße Toilette zur Verfügung. „Die Ära des Toilettenwagens ist heute beendet“, freute sich Jürgen Weidele, der Vorsitzende des Liggeringer Sportvereins, und brachte damit zum Ausdruck, dass der Einbau der sanitären Anlage ein weiterer wichtiger Punkt für die erfolgreiche Nutzung des Torkels ist.
Ortsvorsteher Hermann Leiz hob besonders Armin Bottlang, Maurermeister und Abteilungsleiter der Feuerwehr, sowie Klaus Bader, den Helfer in allen Fällen und Fritz Korat, Betreuer der städtischen Gebäude, für ihren Einsatz hervor. Selbst Oberbürgermeister Jörg Schmidt hatte Hand beim Bau angelegt: in Gummistiefeln brachte er sich bei der Verlegung des Estrichs tatkräftig mit ein. Weiterhin unterstützten zahlreiche Firmen den Einbau der Toilettenanlage durch Sachspenden oder durch großzügige Rabatte bei den Leistungen. Das Gebäudemanagement der Stadt stellte 19 000 Euro, aus dem Ortsteilbudget flossen weitere 4000 Euro in die Finanzierung. Die Erneuerung und Erweiterung der sanitären Anlage wurde auch dadurch möglich, dass das Gebäudemanagement eine Erneuerung der Elektroinstallation im Rathaus als erforderlich ansah. Im Zuge dieser Maßnahme wurde auch der Wunsch der Liggeringer nach einer modernen Toilette für den Torkel verwirklicht.
Ansporn für das Engagement war laut Ortsvorsteher Hermann Leiz ein Bild im SÜDKURIER, auf dem SÜDKURIER-Fotograf Gerald Jarausch die Entfernung zwischen Rathaus und Torkel in Szene gesetzt hatte. Es sei jedoch ein „mangelhafter Vergleich“ gewesen, denn sitze man im Milchwerk in der ersten Reihe, sei der Weg zur dortigen Toilette deutlich weiter, bemerkte Leiz. Mit der neuen Toilettenanlage sei „etwas geschaffen, was den Torkel weiter aufwertet“, dankte Leiz den vielen Helfern und Spendern.
Nach einer Besichtigungsmöglichkeit wurden die Toiletten gleich einem ersten Test unterzogen: die Liggeringer feierten ihr zweites Oktoberfest im Torkel. Der traditionelle Fassanstich gelang Ortsvorsteher Hermann Leiz jedoch nicht ganz so reibungslos. Statt der angekündigten zwei Schläge musste er mehr als zwanzig Mal auf den Zapfhahn schlagen. Er nahm es mit Humor und machte das Werkzeug, „einen zu leichten Hammer“, für die vielen Schläge verantwortlich.
