RadolfzellMehr Sicherheit beim Hemdglonkerumzug [0]
„Absolute Sicherheit gibt es nicht“ sagt Revierleiter Riede.
Radolfzell (ja) Nachdem der Umzug vor wenigen Jahren durch Körperverletzungen negativ in die Schlagzeilen geraten war, setzt man nun im dritten Jahr hintereinander auf ein verstärktes Sicherheitsaufgebot. Damit sollen Körperverletzungen und der Alkoholkonsum durch Minderjährige unterbunden werden. Doch auch bei der Polizei weiß man um die beschränkten Möglichkeiten: „Es gibt nie die absolute Sicherheit“, sagt Revierleiter Meinrad Riede. Um dem Zustand aber möglichst nahe zu kommen, verfolgt man das Konzept der vergangenen beiden Jahre weiter. Damit hatten Polizei und Sicherheitskräfte gute Erfahrungen gemacht, weshalb es in der Hemdglonkernacht in den beiden Vorjahren wieder deutlich gesitteter zuging. Die Polizei wird mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort sein, um möglichst schon im Vorfeld die Situation zu entschärfen. An den Zugängen zur Altstadt werden die Besucher gegebenenfalls untersucht, und mitgebrachter Alkohol wird sofort eingezogen. Die Absperrungen werden diesmal nicht mehr zwei Meter hoch, sondern gerade einmal hüfthoch sein. Zu dem Konzept gehört auch die Aussprache von Platzverweisen an zuvor auffällige Personen. Diese dürfen von Mittwoch 12 Uhr bis Donnerstag 12 Uhr den Bereich der Altstadt nicht betreten. Am Bahnhof wird die Bundespolizei ebenfalls vertreten sein. Diensthunde und eine Spezialgruppe für Rauschgift wird am Mittwochabend zudem auf Drogenjagd gehen. Damit ist man laut Riede allerdings auch „an der Kapazitätsgrenze“ angelangt. Umso erfreuter zeigt er sich über die Unterstützung von anderer Seite. Noch einmal weitere 50 Sicherheitskräfte von privaten Unternehmen werden an und in den Veranstaltungsorten nach dem Hemdglonkerumzug für geordnete Verhältnisse sorgen. Beim Einritt in die Gastronomiebereiche wird auch dieses Mal wieder ganz besonders auf die farblich auf das Alter abgestimmten Bändel geachtet. Auch die Schulsozialarbeit der Stadt Radolfzell unterstützt die Polizei durch ihr Wirken. „Das hilft uns schon“, sagt der Revierleiter. Insgesamt sieht er die Stadt „auf einem guten Weg“ mit dem Sicherheitskonzept. Außer der Vermeidung von Körperverletzungen möchte Riede die Stadt einigermaßen sauber wieder zurücklassen. Und neben dem Spaß der Besucher liegt ihm natürlich auch das Wohl seiner Kollegen am Herzen. „Ich möchte, dass die wieder gesund nach Hause kommen“, sagt er. Weitere Artikel zu: FastnachtKreisKonstanz, |


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