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Radolfzell Junior-Europawahl am Hecker-Gymnasium

Stimmverhalten von Jugendlichen wird erforscht

Vor dem Hintergrund der kommenden Europawahlen am 25. Mai organisiert der Gemeinschaftskunde-Neigungskurs der Kursstufe 1 des Friedrich-Hecker-Gymnasiums Radolfzell eine Junior-Europawahl.

Am 21. Mai sind die Schüler der zehnten Klassen sowie der Kursstufe 1 und 2 dazu aufgerufen, ihre Stimme für das Europaparlament abzugeben. Die Zahlen werden nicht nur für das Radolfzeller Gymnasium ausgezählt, sondern mit den Ergebnissen zahlreicher weiterer deutscher Schulen ausgewertet. Auf diese Weise will man Erkenntnisse darüber gewinnen, wie künftige Erstwähler denken und wählen. Außerdem sollen Jugendliche an demokratische Mitbestimmung herangeführt werden. Die Organisatoren lernen, auf was bei einer Wahl zu achten ist und wie ein Wahlbüro organisiert werden muss.

Die Juniorwahl am Friedrich-Hecker-Gymnasium war wie im vergangenen Jahr als Onlinewahl geplant, doch nun werden die Computerräume des Gymnasiums neu ausgestattet, was die Neigungskursteilnehmer kurzfristig vor große Probleme stellte. Zunächst mussten neue Räume gefunden, Stimmzettel kopiert und die Wahlhelfermannschaft musste zeitlich umplanen. Doch jetzt ist alles so weit. Die Wahl kann stattfinden.

Entgegen der allgemein niedrigen Wahlbeteiligung an Europawahlen in Deutschland hofft der Gemeinschaftskunde-Kurs auf eine rege Beteiligung seiner Mitschüler. Die vergangene Junior-Bundestagswahl erzielte diesbezüglich einen Spitzenwert. Aber auch die Oberbürgermeister-Wahl in Radolfzell wies eine sehr hohe Wahlbeteiligung der 16- bis 18-Jährigen auf. Dies zeigt, dass Jugendliche, entgegen einem weit verbreiteten Vorurteil, keineswegs politikverdrossen sind. Vielmehr scheint ihnen daran zu liegen, dass sich auch ihre Meinung, sei es auf kommunaler oder europäischer Ebene, auf die Politik auswirkt.

Entsprechend kommentiert Sport- und Biologielehrerin Sonja Petek die Aktion: „Ich finde die Juniorwahl sehr gut! Gerade bei der niedrigen Wahlbeteiligung ist es wichtig, die künftige Generation auf das Wählen vorzubereiten und ihr Bewusstsein zu schärfen.“ Auch Gemeinschaftskundelehrerin Angela Wolf betont die Bedeutung der Europawahl, da viele Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen werden.

 

Junge dürfen wählen

Im Gegensatz zur Europawahl dürfen Jugendliche schon ab 16 Jahren bei den Kommunalwahlen abstimmen. In Radolfzell sind an diesem Sonntag, 25. Mai, 624 Wahlberechtigte zwischen 16 und 18 aufgerufen, an die Urnen zu gehen. Mit einer Wahlkampagne der Landeszentrale für politische Bildung wurde diese Zielgruppe direkt angesprochen. Premiere für unter 18-Jährige war aber schon die Radolfzeller OB-Wahl im vergangenen Jahr. (sk)

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