Radolfzell "Herz für Kinder" schlägt in Radolfzell auch bei Regen

Oje, das wird nichts, dachten die Veranstalter des Aktionstages angesichts des Regens. Doch es kam anders. Kommentar einer Mutter: "Regen? Das ist ja nur Wasser..."

Trotz Regens war am Samstag der Aktionstag „Ein Herz für Kinder“ in der Radolfzeller Innenstadt gut besucht. An zahlreichen Ständen und 14 Stationen, die über die Innenstadt verteilt waren, wurde für die Kinder und ihren Anhang viel Vergnügliches geboten. Die Veranstaltung wird von der Aktionsgemeinschaft Radolfzell und dem Familienverband sowie unter Mitwirkung des SÜDKURIER-Medienhauses organisiert, die Resonanz verwunderte im Grunde sogar die Veranstalter: „Ich bin erstaunt, wie viele trotz des Regens in der Stadt unterwegs sind“, sagte Susanne Schuhwerk vom Familienverband.

Diese Beurteilung war auch von ­anderer Seite zu hören. Jörg Scholten von der AOK-Geschäftsstelle in der ­Seemeile, wo sich eine der 14 Stationen des Kinder-Mitmach-Parcours befand, hatte zu Beginn der Veranstaltung noch ­ernsthafte Sorgen. „In der ersten ­halben Stunde war hier kein einziges Kind. Aber dann ging es los und jetzt kommen ständig welche. Ich hätte nicht gedacht, dass bei diesem Wetter so viel los ist.“

Der Aktionstag ist inzwischen über die Stadtgrenzen hinaus ein ­Anziehungspunkt. So ließen unter anderem Gina Heimann aus Gailingen und ihre Freundin Franziska Dickel aus Randegg bei Jörg Scholten ihre Teilnahme am Kinder-Mitmach-Parcours bescheinigen. Der bot die unterschiedlichsten Spiele und Anforderungen an die Teilnehmer. Während bei der AOK zum Beispiel möglichst vorsichtig und fehlerfrei ein Apfel zu schälen war, musste an anderen Stationen technische Geschicklichkeit unter Beweis gestellt werden. Unter anderem mussten wahlweise Spielzeug-Elektroautos über einen Parcours gesteuert oder mit einem modifizierten Staubsauger auf eine Torwand geschossen werden.

Beim Technischen Hilfswerk durften die Kinder sogar mit einem Metallspreizer unter Anweisung einen Tennisball versetzen. Und an einer weiteren Station mussten die Kinder ihre körperliche Fitness auf dem Fahrradergometer beweisen.

Für Gina Heimann und Franziska Dickel jedenfalls stand bereits nach zwei Stationen fest, dass sie sämtliche Stationen absolvieren wollen. Damit waren sie trotz der bescheidenen Wetterverhältnisse nicht allein. Für Nicola Lederer und ihre beiden Kinder Mikaela (7) und Robin (3) gehört der Aktionstag seit einigen Jahren zum festen Terminkalender. „Wir sind jedes Jahr mit dabei. Ich nehme mir an diesem Tag auch nichts anderes vor. Die Kinder sollen einfach ihren Spaß haben“, sagte sie. Und zum Wetter? „Das ist nur Wasser. Das ist alles eine Frage der ­Geisteshaltung“, so ihr lapidarer Kommentar.

Wie immer sehr beliebt an diesem Tag waren zudem die Stände, an denen sich die Kinder kunstvoll schminken lassen konnten. Gleich mehrere Stationen boten diesen Service an und vor allem die Mädchen nahmen ihn in Anspruch. Am Stand des Familienverbandes konnten zudem handgemachte Tattoos aufgebracht werden. Der Renner unter den Motiven war ein Herz in den Farben Schwarz-Rot-Gold. Damit waren die Besucher dann auch gleich für das Viertelfinale der Deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Italien am Abend gewappnet. Offenbar hat‘s geholfen...

Motor des Marketings

Die Aktionsgemeinschaft ist ein bedeutsamer Faktor beim Stadtmarketing. Der Verein besteht seit 1976. Er wurde gegründet, um die Radolfzeller Innenstadt mit ihrem Handelsangebot zu positionieren und mit Aktionen die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Heute hat der Verein rund 100 Mitglieder. Neben der größten Gruppe der Einzelhändler sind Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe, Dienstleister, Banken und Gewerbebetriebe in dem Verein organisiert. Er steht unter anderem hinter den verkaufsoffenen Sonntagen und dem Christkindlemarkt. (ja)

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