Radolfzell Händler sind mit Erlebnissamstag zufrieden
Einer der Höhepunkte des Tages. Der Oldtimer-Korso trifft auf dem Marktplatz ein. Bild: Bilder: Westphal
Um 10 Uhr eröffneten Peter Zinsmaier, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Radolfzell, und Oberbürgermeister Jörg Schmidt auf dem René-Moustelon-Platz den Erlebnissamstag. Sie bedankten sich bei allen, die auf diesen Tag hingearbeitet hatten. Für gute Laune sorgte hier Christoph Metzger mit dem Akkordeon. Unterstützung erhielt er von seinem Musiker-Kollegen Stephan Malicet.
Insgesamt lief der Erlebnistag schleppend an. Schuld waren wohl der zunächst bedeckte Himmel und mäßige Temperaturen. Gerade die Musiker, die nicht auf dem direkten Weg zum Marktplatz lagen, hatten es schwer. So fanden sich in den Morgenstunden gerade auf dem Gerberplatz und Untertorplatz kaum Passanten ein.
Das änderte sich schlagartig gegen 12 Uhr, als die Sonne die Wolken verdrängte. Viele nutzten das kulinarische Angebot und verweilten bei den Bands. Besonders am Seetorplatz gab es zeitweise kaum noch ein Durchkommen. Der „Herdäpfel-Dämpfer“ von Herbert Sättele und seinem Kollegen Zeno Zeiser erwies sich nicht nur als Hingucker, sondern füllte auch die Teller der hungrigen Gäste. Die Förderer des Musikverein Bankholzen ergänzten die heißen Kartoffeln mit leckeren Dips zu einem vollständigen Mittagessen.
Auch die jüngsten Besucher kamen auf ihre Kosten. Austoben konnten sie sich auf dem Bungee-Trampolin am See und der großen Berolino-Hüpfburg. Auf dem Wasser vor dem Seemaxx krabbelten Kinder in übergroßen Ballons. Wie in Seifenblasen eingeschlossen lenkten sie die so genannten Walking-Bälle geschickt über den Teich. Beim Kinderschminken ließen sich kleine Mädchen glitzernde Kunstwerke auf das Gesicht zaubern. Größere Jungs waren vor allem auf dem Innenhof des Milchwerks zu finden. Dort lieferten sie sich mit ferngesteuerten Modellautos spannende Rennen. Am Forsteibrunnen konnten Kinder ihr Geschick beim Hüpfparcours testen und Fortuna am Glücksrad herausfordern.
Viele Kinder zogen aber auch interessiert mit ihren Eltern von einer Oldtimer-Präsentation zur nächsten. Es waren vor allem die Väter, die begeistert vor den polierten Automobilen standen. Jan Staben, der einen Großteil der Fahrzeuge akquiriert hatte, berichtete: „Alleine am Seemaxx haben wir 80 Autos ausgestellt, 125 in der gesamten Innenstadt. 20 Aussteller haben wetterbedingt abgesagt.“ Jan Staben organisiert nebenberuflich Oldtimer-Fahrten. Er kennt sich in der Szene gut aus. Deutschlandweit gebe es mehr als 208 000 Oldtimer, die jährlich für 49 Milliarden Euro Umsatz sorgten.
Ein Höhepunkt des Erlebnistages war der Oldtimer-Korso, der auf dem Marktplatz endete. Dort standen Beate Grünwald (Aktionsgemeinschaft) und Barbara Ehniß, die sich als frühere Stadtmarketing-Chefin diesmal ehrenamtlich für die Organisation zur Verfügung gestellt hatte. Seit Januar liefen die Planungen für das Event, die letzten zehn Wochen haben sie unter Hochdruck gearbeitet. Beide Frauen lobten vor allem die Kooperation. „Die Händler und Gastronomen haben super mitgezogen“, sagten sie. „Besonders Hansjörg Blender hat sich ins Zeug gelegt. Die Stadt und das Ordnungsamt haben uns durch ihr unkompliziertes Handeln unterstützt.“
Weitere Unterstützung kam aus der Nachbarstadt. So übernahm Hilmar Wörnle, der Geschäftsführer des Stadtmarketing Konstanz, die Moderation des Autokorsos auf dem Marktplatz. Auch Herrmann Kratt und Andreas Joos von der Aktionsgemeinschaft bewerteten den Tag als Erfolg für die Händler.
Erlebnistag: Die Besucher