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Radolfzell Grün-Schwarze Koalition?

Die Juniorwahl am Friedrich-Hecker-Gymnasium: Die Grünen als stärkste Partei und Andreas Jung mit den meisten Erststimmen

Der Wahltag ist vorbei. Das Friedrich-Hecker-Gymnasium hat gewählt. Alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 waren am vergangenen Freitag aufgefordert ihre Stimme bei der Juniorwahl abzugeben. Bei dieser bundesweiten Aktion sollen Jugendliche auf praktische Art an demokratische Mitbestimmung herangeführt werden.

Der Gemeinschaftskunde Leistungskurs unter Leitung von Angela Wolf hatte die Online-Wahl organisiert. Plakate mit Parteiprogrammen, Karikaturen und Synopsen sollten einen Überblick über die bundesdeutsche Parteienlandschaft geben, Wahlbenachrichtigungskarten waren ausgegeben worden. Punkt 8 Uhr am Freitagvormittag konnte die Wahlhandlung beginnen. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und möglichst wenig Unterrichtszeit zu verbrauchen, konnten die Hecker-Schüler ihre Kreuzchen an einem der 25 PCs in Wahlkabinen auf einem Online-Formular machen. So konnten im Lauf des Vormittags alle 465 Schüler ihr Stimmrecht wahrnehmen. Die Wahlbeteiligung lag dabei bei 90 Prozent, informiert die Schule in einer Pressemitteilung.

Und so sieht das Radolfzeller Ergebnis aus: Wenn die Schüler des Friedrich-Hecker-Gymnasiums alleine den Bundestag wählen könnten, dann hätten wir wohl eine Regierung unter grüner Federführung. Mit 28,6 Prozent waren die Grünen die stärkste Partei, gefolgt von der CDU mit 20,7 Prozent. Die SPD käme auf 16,1, die Piraten auf beachtliche 12 Prozent. Die Linke rangierte bei 7,9, die FDP bei 6,25 Prozent. „Radikale Parteien spielen keine nennenswerte Rolle,“ erläutert Gemeinschaftskundelehrerin Wolf, „genau zwei Schüler haben eine Protestpartei gewählt.“ Wolf führt diesen Umstand auch darauf zurück, dass die Wahl von Schülern für Schüler vorbereitet wurde. „Wir Lehrer hätten da sicher ein bisschen mehr Protest geerntet. So aber haben die Jugendlichen ganz ernsthaft abgestimmt.“

Beachtlich ist außerdem, dass Andreas Jung, der Wahlkreiskandidat der CDU 43,4 Prozent der Erststimmen auf sich vereinigen konnte. Trotz des hohen grünen Potenzials wünschen sich also viele Schüler ihn als regionalen Vertreter in Berlin. Eine Koalition zwischen Grün und Schwarz? Für die Schüler des Hecker-Gymnasiums durchaus vorstellbar.

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