Radolfzell Die Barfuß-Wanderinnen sind am Ziel

Die Studentinnen Fenja Dittrich und Julia Mendrok haben auf bloßen Füßen den See umrundet – schneller als gedacht. Dabei sammelten sie Spenden für Flüchtlinge ein.

Fenja Dittrich und Julia Mendrok haben ihre Barfuß-Wanderung um den Bodensee abgeschlossen – zwei Tage früher als geplant. Bereits am Sonntagnachmittag erreichten sie ihr Ziel Gaienhofen. Sie seien selbst erstaunt gewesen, dass es besser voranging als gedacht, zogen die beiden Bilanz. An mehreren Tagen hätten sie mehr Kilometer zurücklegen können, als sie sich zunächst vorgenommen hatten. Trotzdem hätten sie auf den Tagesetappen immer wieder Zeit für inte ressante Gespräche zum Thema Flüchtlinge gefunden und Spenden sammeln können. „Man merkt, wie nahe dieses Thema den Menschen geht. Da ist viel Hilfsbereitschaft zu spüren“, fasste Julia Mendrok ihre Eindrücke zusammen. Besonders in der Schweiz sei die Spendenbereitschaft hoch gewesen. Wie viel letztlich zusammengekommen ist, ist noch unklar: Diverse Firmen, bei denen sie unterwegs vorsprachen, hätten zugesagt, in den nächsten Tagen Spenden zu überweisen, wie die Studentinnen berichten.

Aber auch sonst sei die Wanderung barfuß um den See ein Erlebnis für die Zwei gewesen. „Das war eine spannende Zeit mit vielen kleinen Geschichten und wertvollen Erfahrungen“, schilderte Fenja Dittrich. Als sich die beiden vor einem Unwetter schnellen Schrittes in Sicherheit bringen wollten, ertönte aus einem Waldgrundstück plötzlich ein Chor, der dort probte. „Das hatte etwas ganz Spezielles“, schilderte Julia Mendrok. Andere hätten von ihrer Aktion im Internet gelesen und hätten sich den beiden einfach angeschlossen. Manchmal nur für ein paar Stunden oder einen Tag. Wie Mendrok und Dittrich schilderten, gab es aber auch immer wieder Interessierte, die die beiden dann für einen längeren Zeitraum von zwei bis drei Tagen begleiteten.

Kurz hinter Gundholzen trafen die beiden dann auf Bärbel Wagner vom Diakonischen Werk, eine der zwei Organisationen, die die beiden Studentinnen unterstützten. „Das ist eine bemerkenswerte Aktion und ich bewundere die beiden, dass sie das durchgezogen und durchgehalten haben“, sagte Wagner und überreichte ihnen noch etwas Proviant.

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