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Radolfzell Der erste Probesitz fürs Mettnaustadion ist da

11.12.2008
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Fußballerische Erfolge des FC Radolfzell sollen sich auch optisch niederschlagen. Der Verein möchte im Mettnaustadion eine neue Tribüne mit 500 Sitzplätzen bauen. Die Sitze dafür sind schon organisiert. Der Verein bekommt sie geschenkt vom Schweizer FC Luzern.

Radolfzell – Für den FC 03 Radolfzell läuft es derzeit ganz nach Maß. Gleich mehrere Mannschaften aus dem Jugendbereich stehen in der Tabelle weit oben oder führen diese sogar an. Die 2. Mannschaft ist Herbstmeister geworden und die 1. Mannschaft ist Nutznießer von Ungereimtheiten seiner Konkurrenten. Wenn demnächst dem Team aus Donaueschingen 18 Punkte abgezogen werden, weil diese sich nicht regelkonform verhalten haben, steigen die Radolfzeller in der Tabelle auf den 2. Rang. Hält sich das Team dort bis zum Saisonende, winkt die Relegation in die höher gelegene Verbandsliga. Dort haben die Radolfzeller das letzte Mal vor 20 Jahren, also 1989, gespielt. Angesichts dieser Umstände zeigt sich Vereinspräsident Bernd Wackershauser höchst zufrieden. „Ich bin selber etwas erschrocken“, gibt er im Gespräch mit dem SÜDKURIER zu. Gleichzeitig sieht er die Tabellenstände als Spiegel der harten Arbeit. „Jetzt ernten wir die Früchte“, freut er sich. Auch seine Vereinskollegen sind guter Dinge. Überall herrscht ob der sportlichen Erfolge gute Stimmung. Der mögliche Aufstieg gleicher mehrere Mannschaften des FC 03 ist trotz der weiterhin großen Ziele im Verein kein Muss: „Wir wollen nichts erzwingen“, versichert Bernd Wackershauser.

Dabei kommt der Erfolg dem immer umtriebigen Vereinsvorsitzenden durchaus gelegen. Schließlich möchte er gerne hinter der Gegengerade im Mettnaustadion eine Tribüne für 500 Personen (der SÜDKURIER berichtete) errichten lassen. Das Geld für das Mammutprojekt kann der Verein derzeit nicht bereitstellen. Gleichwohl hat Wackershauser längst seine Fühler ausgestreckt, um dem erklärten Ziel ein bisschen näher zu kommen. Es ist so gut wie sicher, dass die Radolfzeller die Sitze für die neue und die bisher vorhandene Tribüne geschenkt bekommen. Sie stammen aus dem Stadion des FC Luzern in der Schweiz, dass im kommenden Jahr umgebaut wird. Ganze 700 Stück der blauen Plastikschalen, die auch in der Bundesliga üblich sind, bekommen die Radolfzeller geschenkt. Bei einem Einkaufspreis von rund 30 Euro erspart sich der FC so schon einmal etwa 20 000 Euro. Einen Probesitz hat sich Bernd Wackershauser bereits aus der Schweiz abgeholt. Bei den Sitzen soll es freilich nicht bleiben. Wie der Verein die Finanzierung der Tribüne stemmen kann, ist selbst dem Vorsitzenden noch nicht ganz klar. Doch das das hält ihn nicht vom Planen und Tun ab. „Ich hab noch etwas in petto“, sagt er, ohne Genaueres verraten zu wollen.

Auch sonst ist momentan beim FC viel in Bewegung. Es gibt neue Kassenhäuschen am Stadion, ein Parkplatz ist geplant und eine automatische Bewässerungsanlage ist ebenfalls vorgesehen. Rund acht solche Projekte verfolgt der Verein zurzeit. Dabei verfährt der gesamte Vereinsvorstand ganz wie das Vorbild von Bernd Wackershauser aus der Bundesliga. Die Aufsteiger Hoffenheim investieren genau wie der FC möglichst viel Geld in die eigene Infrastruktur. „Das ist das gleiche Konzept“, sagt er.

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