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Radolfzell

Bedenken gegen Edelreich

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Bald ruhige Zeiten am Seemaxx? Die Stadt Radolfzell hat Bedenken gegen das Fashion-Outlet-Center „Edelreich“ in Wigoltingen.
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Radolfzell (aa) Die Stadt Radolfzell hat Bedenken gegen das geplante Fashion Outlet im schweizerischen Wigoltingen eingebracht. „Rechtzeitig zum Ablauf der Frist wurde bereits Ende Januar eine so genannte Einsprache an die Gemeindeverwaltungen in Wigoltingen und Müllheim eingereicht“, so die Pressemitteilung.

Bedenken gibt es aufgrund der Größe des Centers und der räumlichen Nähe zu Radolfzell – Wigoltingen wäre nicht nur für das Seemaxx ein Konkurrent. Geplant sind derzeit 30 000 Quadratmeter Verkaufsfläche, Wigoltingen ist etwa eine halbe Stunde Autofahrt entfernt. Die Eröffnung ist für 2011 vorgesehen. Das Factory-Outlet-Center könne ein großes Maß an Kaufkraft auch aus den Städten jenseits der Schweizer Grenze abziehen, befürchtet die Stadtverwaltung.

Gemeinsam mit Konstanz und Singen hat die Stadt Radolfzell ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die möglichen Auswirkungen des Fashion Outlets „Edelreich“ auf die Städte und den einheimischen Handel beschreibt. Aus mehreren Gründen sieht die Stadt Radolfzell ihre schutzwürdigen Interessen durch das geplante Fashion Outlet verletzt:

 

„20 Prozent der Kunden innerhalb von 60 Minuten Fahrzeit, und sogar 30 Prozent der Kunden innerhalb von 90 Minuten Fahrzeit sollen aus Deutschland kommen. Die dadurch verursachten Umsatzumverteilungen Richtung Schweiz überschreiten die in Baden-Württemberg per Einzelhandelserlass klar geregelte Grenze von zehn Prozent deutlich.“ Im Rathaus vermutet man, dass auf deutscher Seite deshalb „erhebliche Auswirkungen auf den innerstädtischen Einzelhandel zukommen“. Aber auch in den Schweizer Städten Kreuzlingen, Weinfelden und insbesondere Frauenfeld, könnte das Fashion Outlet tiefe Narben in der Einzelhandelsinnenstadt hinterlassen.

Probleme werde es auch beim Verkehr geben, so die Prognose der Stadt. „Eine gute Anbindung durch den ÖPNV ist, insbesondere samstags, in Wigoltingen-Müllheim nicht gegeben. Der Großteil der deutschen Kundschaft wird über die nicht vollständig ausgebaute Bundesstraße B33 anfahren“, vermutet man in Radolfzell. Täglich sollen etwa 2000 bis 2500 Besucher das geplante Factory-Outlet-Center besuchen.

Nach Prüfung der Einsprachen Anfang diesen Jahres wird die Stadt Radolfzell überlegen, Widerspruch einzulegen. Mit einer endgültigen Entscheidung kann nach Angaben der Stadtverwaltung frühestens nach Ostern gerechnet werden.

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KOMMENTARE [2]
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szmtag
Böse Schweizer

von checkpoint78224 (9 Beiträge) 09.02.2010 10:31

Da bemüht man sich in Konstanz und Radolfzell so um die lieben Schweizer, dass sie hierherkommen zum Einkaufen und nun dies.
Wer hat denn den Schweizer Einzelhandel gefragt als es um das Lago oder den Seemax ging? Hm muss wohl vergessen worden sein?
Nun wird lamentiert und gejammert.
Es zeigt sich deutlich die Schwäche solcher Einkaufscenter, und der Städte, die sich ihrer bedienen und brüßten - das Größte zu haben.
Irgendwo kommt immer wieder ein größerer.
Also was soll das Klagen - vielleicht wäre es sinnvoller eigene Strategien zu überdenken und dies gilt im Besonderen für Radolfzell.


szmtag
Hallo?

von s@ndm@n (191 Beiträge) 09.02.2010 11:03

Wir haben eine freie Marktwirtschaft: der bessere gewinnt. Das hört sich schon nach Absprache an und das ist meines Wissens verboten! Das gleiche Thema hatten wir doch neulich schon mit Stockach. Da muss man sich halt anstrengen, was attraktives auf die Beine zu stellen...

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