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Radolfzell Asylbewerber in Radolfzell: Aus der Welt an den See

Im Jahr 1985 kamen die ersten Asylbewerber nach Radolfzell. Seither kümmern sich die Mitglieder des Freundeskreises Asyl um die Menschen. Die Freiwilligen kritisieren jedoch auch die immer bürokratischer werdenden Strukturen und die Zusammenarbeit mit den Behörden.

Zwei Koffer und Reisetaschen, ein paar notdürftig mit Paketband zusammengehaltene Kisten, Plastiktüten. Dazwischen eine junge Frau im Sari, am Anfang eines neuen Lebens. Es ist der 23. September 1985, ein Montag, als Amutha Paskaradas um 11 Uhr vormittags in Radolfzell aus dem Bus steigt. Rund acht Monate war die damals 24-Jährige unterwegs, seit sie ihre Heimat im Inselstaat Sri Lanka verlassen hatte. Sie, ihr Mann und sieben andere Landsleute sind die ersten Asylsuchenden in Radolfzell.

In Sri Lanka tobt zu dieser Zeit der Bürgerkrieg zwischen den Bevölkerungsgruppen der Tamilen und der Singhalesen. Mit ihrem Mann, der als Marine-Soldat Angst hat, auf die eigenen Leute, die Tamilen, schießen zu müssen, flüchtet Amutha Paskaradas über Indien, Singapur und Moskau zunächst in die DDR und von dort aus weiter nach Westdeutschland.

 

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