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Orsingen-Nenzingen Trubel im Orsinger Kirnbergwald

06.02.2012
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Tänze und humorvolle Blicke auf den Alltag machen den Bunten Abend der Halb-Olfer aus.

– Der Präsident der Halb-Olfer Werner Kraft konnte beim Bunten Abend nach dem Einzug die Zuschauer in der ausverkauften Halle begrüßen. Unter ihnen waren auch zahlreiche Gäste aus benachbarten und befreundeten Zünften. Quasi als verspätetes Geburtstagsgeschenk für den Napo übernahm dieses Jahr der Narrenrat die Ansage im Jobsharing. Franz Gallenschütz sah dies als Castingshow und bat, den Sieger im Anschluss in der Bar zu küren. Diese Art der Moderation kam ebenso an wie die kurzen Umbaupausen und das Musik-Duo Günter und Werner.

Der RMSV zeigte, wie Schneewittchen ablaufen hätte können, wenn die Akteure Rad gefahren wären. Schneewittchen heiratet nämlich einen Zwerg. Akrobatik und Rhythmus setzte sich auch beim Hip-Hop-Zwergentanz fort. Nicht die Chippendales sondern die Chicken Dales zeigten ihr Können beim Schwarzlichttanz. Lachen und Begeisterung lagen bei diesem erstaunlichen und unbeschreiblichen Tanz der Heidenschlößler ganz nahe beieinander. Die Weißnarren wirbelten in gelben Latzhosen mit roten Haaren als „Pumuckl im Regen“ durch Halle und Bühne. Die „Good old boys“ um Roland Metzger begeisterten bei ihrem Indianertanz auch mit akrobatischen Einlagen.

Wolfgang Gut verband die Aussagen „der Dumme im Leben ist immer der Mann“ und „der Klügere gibt nach“ zu einer humorvollen Bütt um die Leiden der Männer im Geschlechterkampf. Wilfried Honsel schilderte eindrücklich die manchmal ungewollten Wirkungen seiner selbstgebrauten Hausapotheke. Auch bei Naturheilkunde sei Vorsicht und Achtsamkeit gemahnt sonst werde „Hellwach“ zum effektiven Abführmittel.

Der Dorftratsch wurde zum Bettgeflüster. Werner Kraft und Markus Zimmermann trieben zu Beginn die Sau durchs Dorf. Denn das zum 20-jährigen Jubiläum der Heidenschlößler geschenkte Ferkel brauchte eine Heimat. Der Saustall sei ohne Protest abgerissen worden. Gerätselt wurde, ob ihm Swingerclub oder Wohngebiet folge. Weitere Viechereien schlossen sich an: Doppelnutzung der Schafe von Daheim als Rasenmäher und Einschlafhilfe, der Hirtenhund des Pfarrers, der auf eine vergrößerte Herde schließen ließe und Riegels Bioziegen. Effektiv war der Vorschlag, die Grünschnittannahmestelle in Zukunft auf den Zollbruckkreisel zu machen, da die dortige Brücke abgebaut werden müsse. Vergleiche wurden gezogen zwischen Stuttgart und Orsingen. Wie schon erwähnt kein Protest beim Abbruch des Saustalls und wenn die Schienenführung der des Radwegs nach Wahlwies gliche, hätte man keinen Baum fällen müssen.

Dieses Jahr wurden die Zimmerleut zu Schlümpfen. Sie zeigten, wie Schlumpfhausen im Kirnbergwald aussehen könnte. Bevor die jungen Mädchen als Blues Sisters den Abend fulminant mit einem Tanz beendeten, schilderten fünf Frauen schwung- und humorvoll in Wort und Gesang wie es ist „Wieder mal nix zum Anziehen“ zu haben.

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