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Orsingen-Nenzingen Moofanger wirbeln durch die Halle

01.02.2012
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Mit ihren bunten Abenden überzeugten die Nenzinger Moofanger auch die Besucher aus der weiteren Umgebung.

– Die Nenzinger Moofanger luden gleich zweimal zum bunten Abend in die Rebberghalle. Auffallend war der Besuch vieler Gastzünfte am Samstag. Auf die Frage, warum sie Besucher weit über die Ortsgrenzen haben, antworteten die Moofanger selbstbewusst: „Weil unsere bunten Abende seit vielen Jahren ein hohes Niveau haben!“

Dies galt es wieder zu untermauern. Als erste trat Petra Derer den Beweis an. Sie begrüßte gleichermaßen humorig und verwirrend die Gäste als Putzfrau. Nach dem Einzug der Narren mit Narrenmusik begrüßte Narrenpräsident Alois Seliger alle, traditionell auch jede, die er vergessen hat zu grüßen. Als Moderator führte Clown Manuel Seliger humorvoll und charmant durchs Programm. Bereits im vergangenen Jahr tanzten Petra Derer und Dietmar Wind, damals Tanzlehrer und Schülerin, heute Oma und Opa. Eine Augenweide, nur etwas anstrengend für die Lachmuskeln. Die Herzen der Zuschauer eroberten sechs Strumpfhosentänzer und -tänzerinnen im Sturm.

Tanztheater boten „Die wilden 50er“ und „Viva Las Vegas“. 17 Damen und fünf Herren zeigten weit mehr als Tanz. Die Choreografien strotzten vor Akrobatik und Schwung. Bühnenbild und Kostüme überzeugten bis ins kleinste Detail. Jürgen Schroff sang sogar live. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Der Narrenrat marschierte als Boxer ein und gab einen Einblick, wie sie mit Aerobic ihre Bierbäuche zu bekämpfen versuchen.

Gerlinde Löffler kam mit dem Fahrrad durch die Halle geradelt, sie hatte allerlei aus ihrem Seniorenalltag zu berichten. Petra Derer und Dietmar Wind stürmten als Sanitäter durch die Halle auf die Bühne. Für die Bauchschmerzen und Lachtränen, die ihr Humorfeuerwerk hinterließ, waren sie jedoch nicht zuständig. Die vier Blödelbarden waren angetreten, um zu beweisen: „Blondinen melken besser“. Die Gespräche zwischen Bauer und Magd wurden ebenso bejubelt wie die Kuh mit sehr lebendigem Hinterteil.

Das Dorfgespräch hatte diesmal das Thema „Wie aus Biogas Lachgas wird“. Die drei Männer beschlossen, „Geld stinkt doch“ und nahmen sich dann die Nenzinger vor. Ganz frech schickten sie Pfarrer Faulhammer auf Vater-Hund-Kur, fragten sich, ob ein normaler Laden in Nenzingens Fressmeile passt und erläuterten, wie es zu den neuen Narreneltern kam. Überraschend, aber stilsicher holte Simon Feucht sie mit dem Trettraktor ab.

Die Jungnarren präsentierten ungewöhnliche Sommermode mit Blickfängen aus Moofangen. Als Alois Seliger alle Akteure zum Finale auf die Bühne rief, ging ein kurzweiliges Programm zu Ende. Damit haben die Moofanger einmal mehr ihr hohes Niveau bewiesen. Akteure und Gäste feierten und tanzten noch lange.


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