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Orsingen-Nenzingen Erinnerungen aus Orsingen

30.01.2012


– Die Frauengemeinschaft zeigte sich positiv überrascht von dem Besucherandrang anlässlich des Bildvortrags von Wolfgang Anselment im Dorfgemeinschaftshaus. Dabei ging es nicht um ferne Länder oder explosive wissenschaftliche Erkenntnisse.

Historische und aktuelle Bilder von Orsingen und von Orsingern lockten rund 120 Zuschauer ins Dorfgemeinschaftshaus.

Die bunte Mischung der über 200 Fotos rief die unterschiedlichsten Reaktionen im Publikum hervor. Auf den Luftbildern oder den Bildern, die vom Kirchturm fotografiert wurden, suchten die Anwesenden meist ihr Haus. „Du wirst doch wohl wissen, wo du wohnst“, schmunzelten die Nachbarn bei erfolgloser Suche. Von 1962 bis heute hat sich im Ort manches verändert. So fehlt heute beispielsweise der Festplatz im Hechtgarten.

Vieles spielt sich aber im neuen Gewand noch heute ab. Die Frauengemeinschaft aus Orsingen sorgte nicht nur in der Vergangenheit und an diesem Abend für ihre Gäste, sie wird das in bewährte Art auch in Zukunft tun. Radfahren jeder Art spielt bestimmt auch in 40 Jahren noch eine Rolle in Orsingen. Ebenso hat die Fasnacht ihren Rang in Halbolfi.

Besonders rührig wurde es, wenn Menschen auf den Bildern zu erkennen waren. Die Frage, wer ist wer, wurde unter den 120 Gästen im Dorfgemeinschaftshaus lebhaft diskutiert. „Manche von den Kindern haben heute schon Kinder“, wusste der Fotograf. Während manch' einer unerkannt blieb, ertönte auch „Das bin ich!“. Im Dunkel des Saals kam die Antwort: „Das hilft uns jetzt weiter.“

Humorvoll blickten die Orsinger ebenfalls auf kommunale Ereignisse zurück. Bürgermeistereinsetzungen, den Bau und die Einweihung ihres Schwimmbades, Feuerwehrgerätehaus und Kindergarten zeigten, dass die Orsinger schon immer rege am Dorfleben teilgenommen hatten. Auf den alten Fotos konnten die Besucher in Erinnerungen schwelgen, über die damals herrschende Mode schmunzeln oder sich selbst wiederentdecken. Das machte allen so viel Freude, dass sie dem Vorschlag der Vorsitzenden der Frauengemeinschaft Maria Muffler sofort zustimmten, man könne sich im nächsten Jahr wiedertreffen und andere Bilder bestaunen.

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