Öhningen Die jüdische Synagoge
07.11.2009
Am kommenden Montag, 18 Uhr, findet am Seeweg in Wangen eine öffentliche Grundsteinlegung zum Synagogentor statt, das künftig an das jüdische Gotteshaus erinnern wird, das sich bis 1938 hier einmal befand. Es entstand in den Jahren 1824 bis 1826 zur Blütezeit der hiesigen jüdischen Gemeinde. Diese war schon 1665 erstmals urkundlich erwähnt worden, im Jahre 1864 umfasste sie 233 Personen beziehungsweise 30 Familien und bildete damit 40 Prozent der Gesamteinwohnerschaft von Wangen. Die 1826 eingeweihte Synagoge hatte praktisch an gleicher Stelle einen kleineren Vorgängerbau aus Holz mit allerdings nur 22 Plätzen im Betsaal. Das schöne Eingangstor zur neuen Synagoge wird von Menschen, die sich der Sache verbunden fühlen, wiederhergestellt. Sie werden die Arbeiten gegen einen minimalen Aufwandsausgleich ausführen. Die Finanzierung erfolgt zum Großteil durch die Gemeinde Öhningen, zu der die Ortschaft Wangen gehört, durch Spenden sowie durch den Gäste-, Kultur- und Dorfverein, von dessen „Arbeitskreis Kultur” auch die Idee zur Rekonstruktion des Synagogentores ausging. Hier ist man für weitere Spenden noch dankbar (Ansprechpartner: Gemeinde Öhningen).(ex)
