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31.07.2009  |  0 Kommentare

Öhningen Steinzeithütten und Internet

Öhningen - 

Die Finanzen im Griff: Gemeinderat Heinz-Günther Bareither überreicht im Namen des Gemeinderates der „Hüterin der Finanzen“, Silvia Schlegel, ein Sparschein mit goldener Krone.  Bild: Schmenger



Öhningen (pes) Die Pfahlbauten in der Bucht bei Wangen als Welterbe der UNESCO – ein überraschender Vorschlag, den Helmut Schlichtherle vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart am vergangenen Montag dem Gemeinderat in Öhningen machte.

Die Initiative zum Schutz der Pfahlbauten hat sich 20 exemplarische und wertvolle Siedlungsreste um den Bodensee ausgesucht und möchte diese gemeinsam unter den Schutz der UNESCO stellen.

Die Wahl fiel dabei neben Hemmenhofen und Horn auch auf Wangen, weil die Bucht zu den besterhaltenen Bereichen am Bodensee gehört. Die Kulturschichten, zu denen auch der heute wichtige Müll der damaligen Zeit gehört, seien in Wangen optimal erhalten. Zu der Schutzzone in Wangen soll eine weitere, recht eng beschnittene, Pufferzone eingerichtet werden. Bisher gelten durch die Denkmalpflege schon Restriktionen auf dem Gelände. Schutzmaßnahmen wie ein Ankerverbot wurden bereits vor Jahren erlassen. Schlichtherle betonte, das UNESCO-Prädikat sei eine hohe moralische Verantwortung und ändere an der bisherigen rechtlichen Situation nichts. „Es bedeutet aber auch nicht, dass nun alles schnell ausgegraben und dem Tourismus preisgegeben wird.“ Die UNESCO möchte den Bereich vor Zerstörung bewahren und keine tourismuswirksame Ausgrabung beginnen. „Es eröffnet gewisse Chancen, aber es wird kein Pompeji in der Bucht von Wangen geben“, so der Denkmalschützer. Die Gemeinderatsmitglieder bekundeten grundsätzliches Interesse an der Initiative.

Der zweite große Tagesordnungspunkt war die Feststellung der Jahresrechnung 2008. Silvia Schlegel, Geschäftsführerin des Gemeindeverwaltungsverbandes erläuterte die Zahlen des vergangenen Jahres. Die Gesamteinnahmen und -ausgaben beliefen sich auf rund 12 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt hatte dabei einen Anteil von knapp 9,3 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt beläuft sich auf etwa 2,8 Millionen Euro. Eine um rund 634 000 Euro höhere Zuführung als die erwarteten 586 000 Euro durch mehr Steuereinnahmen machten die geplante Rücklagenentnahme von 318 000 Euro nicht nötig. Die allgemeine Rücklage der Gemeinde beträgt daher rund 909 000 Euro. Der Schuldenstand der Gemeinde Öhningen belief sich zum Ende 2008 auf knapp unter 2 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 537 Euro entspricht.

Für Enttäuschung sorgte die Nachricht von Bürgermeister Andreas Schmid über den Rückzug der Telekom zum DSL-Ausbau in Öhningen. Aus wirtschaftlichen Gründen könne die Telekom die Anfang des Jahres gemachte Zusage zum Ausbau nicht einhalten.

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