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Öhningen Archäologen tauchen ab

06.02.2012
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Forscher erkunden Pfahlfelder im Ausfluss des Untersees.

Drei Wochen lang gehen Archäologen am Orkopf im Ausflussbereich des Untersees in den Rhein auf Tauchgang, um Zeugnisse der Vergangenheit zu sichern. Die Untersuchungen beginnen am heutigen Montag, wie das Thurgauer Amt für Archäologie mitteilte.

Bereits seit 2007 werden Pfahlfelder auf einer Untiefe im Ausfluss des Untersees in den Rhein archäologisch untersucht. Durch die Fundstellen in der Stieger Enge verläuft die schweizerisch-deutsche Landesgrenze zwischen Eschenz/Schweiz und Öhningen/Deutschland. Jedes Jahr tauchen daher Fachleute des Amts für Archäologie Thurgau und des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg gemeinsam ab, um die durch die starke Strömung in der Engstelle kontinuierlich frei gespülten Pfähle zu dokumentieren. Die Pfahlfelder nehmen insgesamt die Fläche von mehr als einem Fußballfeld ein. Die Pfähle stammen unter anderem von Dörfern aus der Jungstein- und Bronzezeit, die auf einer ursprünglich vom Eschenzer Ufer in den Seeausfluss ragenden Halbinsel standen. Zugehörige Siedlungsschichten sind längst durch das Wasser weggetragen worden. Laut Thurgauer Amt für Archäologie werden die Baustrukturen nun vermessen sowie Proben zur naturwissenschaftlichen Analyse entnommen. Zudem werden das Fortschreiten der Erosion und die Strömungsverhältnisse vor Ort erfasst.

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