Ein Euro pro Wahlberechtigtem: So lautet die Formel für Bewerber um ein politisches Amt wie jenes des Oberbürgermeisters in Konstanz. Die 13 Kandidaten haben bislang zwischen 100 und über 48.000 Euro ausgegeben. Größte Posten sind Druckerzeugnisse und Anzeigen.
Benno Buchczyk: Er hat bislang 400 Euro vor allem für Plakate und Flugblätter ausgegeben. „Ich denke, es werden nicht mehr“, erklärte er. Die Kosten trage er selbst, eventuell unterstützen ihn noch Freunde.
Uli Burchardt: Noch seien nicht alle Leistungen abgerechnet, so Burchardt. Bislang beliefen sich die Kosten auf 20.000 Euro. Bis zum Ende des ersten Wahlgangs am 1. Juli rechnet er mit insgesamt 30.000 bis 35.000 Euro. Um wie viel dies bis zu einem eventuellen zweiten Wahlgang steigen werde, konnte Burchardt noch nicht abschätzen. Er setzt auf möglichst viele kleine Spenden zur Finanzierung.
Silvia Grossmann: Etwa 100 Euro hat sie bislang aus eigener Tasche bezahlt und mehr würden es ihrer Aussage zufolge nicht.
Andreas Kaltenbach: Auf etwa 5000 Euro belaufen sich seine bisherigen Kosten. Dabei bleibe es seiner Einschätzung nach. Größte Posten seien Printerzeugnisse. Einige Bürger unterstützten ihn durch Spenden, so Kaltenbach. Namen wollte er nicht nennen.
Martin Luithle: Der Rechtsanwalt schickte eine detaillierte Aufstellung: 6142,29 Euro. Die Gesamtsumme bis zum Ende des Wahlkampfs sieht Luithle bei unter 10.000 Euro. Er habe bislang noch „keinen Cent an Wahlkampfspenden von Dritten in Anspruch genommen“.
Mykola Neumann: Der parteilose Bewerber hat nach eigenen Angaben bisher 2011,28 Euro ausgegeben. Er habe keine Sach- oder Geldspenden erhalten und die Summe aus eigener Tasche aufgebracht. 785 Euro hätten Druckerzeugnisse gekostet, 600 Euro sein Wahlkampffahrzeug, ein Elektroflitzer.
Sabine Reiser: „Die bisherigen Ausgaben belaufen sich auf 48.680 Euro“, erklärt die Regierungsdirektorin. Sie rechnet am Ende des Wahlkampfs mit einer Gesamtsumme von „Mitte 60.000 Euro“, was die Aussage „ein Euro pro Wahlberechtigten“ treffen könnte. Sie habe selbst 10.000 Euro gebracht, 11.380 Euro seien an Spenden eingegangen und sie habe einen Kredit aufgenommen.
Sabine Seeliger: Bis zum Ende eines möglichen zweiten Wahlgangs rechnet sie laut einer Pressemitteilung mit Kosten von 45.000 Euro. 20 000 Euro kämen von der unterstützenden FGL, mindestens 10.000 Euro von ihr selbst, 2000 Euro vom Grünen-Kreisverband und fast 9000 Euro von Einzelpersonen.
Klaus Springer: „Eingehende Spenden werden umgehend in den Wahlkampf eingesetzt. Eine Abschlussbilanz gibt es deswegen erst später.“
Henning Tartsch: 20.000 Euro habe er bislang investiert, mit rund 25.000 Euro rechnet Tartsch bis zur Entscheidung. Er trage die Kosten teilweise selbst, werde aber auch von Privatpersonen und Firmen unterstützt.
Roman Urban: 149 Euro hat der selbständige Ayurvedaberater bislang aufgebracht, dazu zählt er auch das Zerreißen des 50-Euro-Scheins im Konzil während der Kandidatenpräsentation. 207 Euro würden es noch werden, rechnete Urban vor. Spenden nehme er nicht an, nur personelle Unterstützung.
Sven Zylla: „Ich habe bislang 20.000 Euro ausgegeben.“ Insgesamt gehe er von Wahlkampfkosten in Höhe von etwa 35.000 Euro aus. Etwa die Hälfte erhalte er als Zuschuss von der unterstützenden SPD, der Rest komme durch eigene Mittel und Spenden zusammen.
Konstanz hat gewählt: Am 15. Juli 2012 waren mehr als 60.000 Wahlberechtige aufgerufen, über einen neuen Oberbürgermeister abzustimmen. Uli Burchardt setzte sich in einem spannenden Wahlkampf mit 39,1 Prozent der Stimmen durch. Kandidaten, Wahlkampf und Analysen: Lesen Sie alles Wichtige rund um die Oberbürgermeisterwahl in unserem großen Online-Extra!

Alle Kommentare 