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Konstanz Wahlkampf bis zur letzten Minute

14.07.2012
Konstanz -  Am Sonntag wählt Konstanz einen oder eine neue OB. Zwei Frauen und ein Mann gehen als Favoriten in die entscheidende Runde

Sie errang beim ersten Wahlgang Platz 1: OB-Kandidatin Sabine Reiser (50).  Bild: Hanser

Landete in Konstanz am 1. Juli auf dem zweiten Rang: Uli Burchardt (41).  Bild: Hanser

Drittplatzierte und Hoffnungsträgerin der Grünen: Sabine Seeliger (43).  Bild: Hanser

Auch er hat den OB-Traum noch nicht aufgegeben: Mykola Neumann.  Bild: hanser

Tritt ebenfalls wieder an: Roman Urban.  Bild: Rau

War beim ersten Wahlgang Schlusslicht, will es aber in der zweiten Runde erneut probieren: Klaus Springer.  Bild: Rau

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Mehr als 62 000 Wahlberechtigte entscheiden am Sonntag über den Kurs der Stadt Konstanz in den kommenden acht Jahren. Zwei Kandidatinnen und vier Kandidaten stehen auf dem Stimmzettel zur zweiten und entscheidenden Runde der Oberbürgermeisterwahl. Im ersten Wahlgang hatte sich das Spitzentrio mit der in Überlingen wohnenden Regierungsdirektorion Sabine Reiser (6973 Stimmen, das entspricht 26,8 Prozent), dem Radolfzeller Unternehmensberater Uli Burchardt (6743 Stimmen, 25,9 Prozent) und der Konstanzer Patentreferentin Sabine Seeliger (5226 Stimmen, 20,1 Prozent) klar vom restlichen Bewerberfeld abgesetzt.

Sieben von ursprünglich 13 Kandidaten zogen nach der ersten Runde ihre Bewerbungen zurück. Erneut treten dagegen Rechtsanwalt Mykola Neumann aus Konstanz (1,0 Prozent im ersten Wahlgang), Ayurveda-Berater Roman Urban von der Reichenau (0,5 Prozent) und Kaufmann Klaus Springer aus Weil am Rhein (0,1 Prozent) an.

Amtsinhaber Horst Frank (Grüne) hat nach 16 Jahren im Alter von 63 Jahren auf eine weitere Kandidatur verzichtet, er will sich nun stärker um die Familie kümmern. Landesweit wird die Wahl in der Universitätsstadt auch deshalb beachtet, weil Frank hier 1996 den ersten deutschen OB-Posten für die Grünen erobert hatte. Sabine Seeliger ist von der Partei und der örtlichen Freien Grünen Liste nominiert. Sabine Reiser und Uli Burchardt gehören beide der CDU an, wurden aber nicht offiziell von den Christdemokraten aufgestellt und verstehen sich als unabhängig.

Mit Spannung wird in Konstanz der Wahlausgang erwartet, zum Abschluss eines über lange Strecken fairen, zuletzt aber hitzigen Wahlkampfs gilt der Ausgang in allen politischen Lagern als offen. Entscheidend dürfte sein, wer die Bürger mobilisieren kann: In der ersten Runde lag die Wahlbeteiligung bei nur 42 Prozent. Amtsinhaber Horst Frank rief die Konstanzer auf, die Geschicke der Stadt in ihre Hände zu nehmen und wählen zu gehen. Eine Wahlempfehlung sprach er nicht aus.

Mit einem Ergebnis wird am Sonntag gegen 19.30 Uhr gerechnet. Sollte die Wahl äußerst knapp ausfallen, könnte es sich verzögern. Die Stadt Konstanz hat ihre Bürger eingeladen, den Wahlabend im Ratssaal und im Innenhof des historischen Rathauses zu verbringen. Die Ergebnisse aus den 65 Wahllokalen und den Briefwahlbezirken werden auf Großleinwand in Echtzeit übertragen, die Kandidaten werden vor Ort sein.

Konstanz hat gewählt: Am 15. Juli 2012 waren mehr als 60.000 Wahlberechtige aufgerufen, über einen neuen Oberbürgermeister abzustimmen. Uli Burchardt setzte sich in einem spannenden Wahlkampf mit 39,1 Prozent der Stimmen durch. Kandidaten, Wahlkampf und Analysen: Lesen Sie alles Wichtige rund um die Oberbürgermeisterwahl in unserem großen Online-Extra!

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