Eigentlich ist es nur eine Formsache im OB-Wahlkampf: Die Positionierung der 13 Kandidaten auf dem amtlichen Stimmzettel für die Wahl am 1. Juli. Trotzdem kam gestern bei der Sitzung des Gemeindewahlausschusses kurz so etwas wie Spannung auf.
Das lag vornehmlich daran, dass die ersten fünf Startplätze per Losverfahren vergeben werden mussten, da fünf Bewerbungen zeitgleich eingetroffen waren. Und so oblag es dem scheidenden Oberbürgermeister Horst Frank, Glücksfee zu spielen und die Wahlzettel-Positionierung zu verlosen. Üblicherweise wird die Reihenfolge nach Eingangsdatum der Bewerbungen festgelegt, das heißt, wer seine Kandidatur als Erster oder als Erste erklärt, bekommt in der Regel auch den ersten Platz auf dem Stimmzettel ganz oben.
Für den Wahlgang am 1. Juli wird nun dort der Name der grünen Kandidatin Sabine Seeliger stehen. Auf den weiteren Plätzen folgen in dieser Reihenfolge: Sabine Reiser, Thomas Linz, Mykola Neumann und Sylvia Grossmann. Auf den Listenplätzen 6 bis 13 sind folgende Kandidaten platziert: Klaus Springer, Martin Luithle, Sven Zylla, Henning Tartsch, Uli Burchardt, Roman Urban, Andreas Kaltenbach und Benno Buchczyk. Alle Kandidaten konnten vollständige Unterlagen vorweisen und wurden demnach auch vom Gemeindewahlausschuss (gebildet aus Mitgliedern des Gemeinderats) zur Wahl zugelassen.
Das städtische Hauptamt hatte die Unterlagen der Bewerber zuvor geprüft. Dabei ging es nach Angaben von Hauptamtsleiter Roland Bunten vor allem darum, zu prüfen, ob die notwendigen 100 Unterstützerunterschriften gültig sind. Demnach hatten alle Kandidaten ungültige Stimmen zu verzeichnen, die aber vor allem auf Formfehler zurückzuführen seien. Die meisten gültigen Unterschriften konnte Sabine Reiser mit 206 Signaturen aufweisen, die wenigsten Unterstützerunterschriften, insgesamt 105, erhielt nach Zahlen des Hauptamtes Sylvia Grossmann.