Mühlingen Minister Bonde hört aufmerksam zu
Franz Käppeler (Vizepräsident des BLHV, links) erklärt Landwirtschaftsminister Alexander Bonde (Grüne, rechts), wo die Landwirte der Schuh drückt. Bild: Bild: Doris Eichkorn
Mühlingen/Hecheln – Bei einem Besuch auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Markus Traber im kleinen Mühlinger Ortsteil Hecheln machte sich der seit dem 12. Mai amtierende Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, ein Bild von intaktem dörflichen Leben. Er erfuhr auch einiges über Erfahrungen zu dem deutschlandweit größten Anbau von Wildpflanzenmischungen als Alternative zum Monokulturanbau von Mais für Biogasanlagen.
Der Erste Landesbeamte am Landratsamt, Philip Gärtner, sprach in seiner Begrüßung davon, dass diese Veranstaltung dazu dienen soll „eine kleine Idee in das gesamte Bundesgebiet hinauszutragen“. Auch Minister Bonde sprach zu den rund 60 Teilnehmern. Er sehe es als Ziel der neuen Landesregierung, „ein produktives Zusammenspiel der unterschiedlichsten Kräfte so zu organisieren, dass man nicht auf Kosten der nächsten Generation lebt“.
Sein Aufgabengebiet ist groß, und seinem Ministerium unterstehen zahlreiche Geschäftsbereiche. Viele Kooperationspartner des Projektes, wie beispielsweise Landesjagdverband, BLHV, Kreisjagdverband, Uni Hohenheim, Hochschule Rottenburg oder der Fachverband Biogas waren zu Gast und trugen bei der Besichtigung der Versuchsfläche dem Minister ihre Fragen, Erfahrungen und Bedenken vor. Die im Sprachgebrauch schon zum Standard gewordene „Vermaisung“ mancher Landstriche wurde thematisiert. Markus Traber erklärte, dass auch die Wildpflanzenmischung in seinem Betrieb nie den Mais für die Fütterung seiner 60 Milchkühe ersetzen könne.
Einen verantwortungsvollen Umgang mit der biologischen Vielfalt ebenso, wie eine Balance des ländlichen Raumes wollen Mühlingens Bürgermeister Manfred Jüppner wie der Minister, welcher sich explizit im Namen der Landesregierung gegen die Novelle des Erneuerbare Energiengesetzes (EEG) auf Bundesebene aussprach. Jüppner wies auf den hohen Anteil von Strom hin, welcher in Mühlingen mit alternativen Energieformen bereits heute erzeugt werde. Auch sprach er Minister Bonde auf Bereiche der Landentwicklung, die Landarztversorgung, den Ausbau der Glasfasernetze, Rad- und Wanderwege ebenso an wie auf den Erhalt des Stockacher Krankenhauses oder der ortsansässigen Schulen.
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