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Mühlhausen-Ehingen Junger Helferkreis in Mühlhausen-Ehingen packt es an

In Mühlhausen-Ehingen ist der noch junge Helferkreis schon mittendrin in seiner Arbeit. Die Helfer stellen fest, dass die Flüchtlinge in den Sprachkursen mit hoher Motiviation zu Werke gehen.

Es war ein Montag Anfang Dezember, als die engagierten Bürger im noch jungen Helferkreis erfuhren, dass schon am Tag darauf 15 Asylbewerber aus Afghanistan in die Gemeinschaftsunterkunft (GU) einziehen würden. „Es ging Schlag auf Schlag weiter“, erzählt Manfred Schulz, „am Freitag kamen fünf Männer und zwei Familien dazu.“ Zurzeit leben 71 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan in der GU Mühlhausen-Ehingen, das Gebäude bietet Platz für zwölf weitere Personen.

„Wir müssen flexibel sein und auf Aufgaben gefasst sein, ohne uns darauf vorbereiten zu können“, sagt Schulz, Sprecher des Helferkreises. Es gebe immer noch Situationen, die besser gelöst werden könnten, ist seine Ansicht. Die Aufgabe des Helferkreises sei es, zu helfen und keine Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel welches Kind in welche Schule kommt. Von den fünf Familien mit gesamt 50 Personen seien rund 30 Kinder im schulpflichtigen Alter.

Erst im November hatten sich Bürger zusammengefunden, 42 Frauen und Männer im Alter von Mitte 20 bis über 70 Jahre engagieren sich heute im Helferkreis. Unter ihnen Werner Schellhammer, dessen Familie auf Anfrage des Landratsamtes die Ausstellungsräume des Betriebes für eine Unterkunft zur Verfügung stellte. Noch in der Werkstatt im Hinterteil des Gebäudes tätig und täglich vor Ort, ist Schellhammer der schnelle Helfer in technischen Fragen.

Er baute auch den Kleiderständer für die gespendeten Sachen in der gut gefüllten Kleiderkammer im Rathaus in Ehingen. Willkommen seien noch Teppiche, da es bei den Bewohnern üblich sei, die Schuhe auszuziehen und sogar barfuß zu laufen. Schellhammer spricht von einer überwältigenden Spendenbereitschaft der Bevölkerung und hat schon beobachtet, dass Bürger unaufgefordert mit dem Auto anhalten und Flüchtlinge, die von der Ortsmitte aus in die GU zurück wollen, dort hinbringen.

Schwierig sei die Kommunikation, die bisher nur in Englisch möglich ist. Ein junger Afghane spricht fließend, ein Familienvater und einige weitere ein wenig Englisch. „Wir helfen dabei, die Menschen zu integrieren, aber das klappt erst, wenn sie Deutsch gelernt haben“, sagt Manfred Schulz. Elf Helfer würden zwei Mal in der Woche Deutschunterricht erteilen, und das Interesse sei da. Das hat schon Früchte getragen: „Wenn wir reinkommen, werden wir schon mit ,Hallo' oder ,Guten Tag' begrüßt.“

Der Helferkreis lerne täglich dazu. Manfred Schulz sagt: „Wir müssen lernen, ihre Gewohnheiten zu erkennen und sie dahin bringen, dass sie unsere annehmen.“ Dazu zählten zum Beispiel Fahrrad fahren mit Licht und auf befahrenen Straßen nicht nebeneinander zu gehen.


Die Ehrenamtlichen

Anfang Dezember zogen die ersten Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Mühlhausen-Ehingen ein. Nur einige Wochen zuvor hatte sich ein Helferkreis zusammengefunden, in dem sich heute 42 Frauen und Männer engagieren. Insgesamt leben zurzeit 71 Frauen, Männer und Kinder in der GU, mitbetreut werden acht Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung in Ehingen.

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